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Tätigkeitsfelder und Berufsaussichten für Volkswirte mit Bachelorabschluss

Einführung

Grundsätzlich steht Absolvent(inn)en des Bachelorstudiengangs Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim ein breites Spektrum an Berufsfeldern offen. Ob Traineeprogramm oder Direkteinstieg, besondere Wettbewerbsvorteile haben Volkswirte in Berufsfeldern, in denen einzel- und gesamtwirtschaftliche Aspekte gleichermaßen von Bedeutung sind, beispielsweise ...

  • in Produktions- und Dienstleistungsunternehmen:
    funktionsbezogen z. B. im Einkauf und Beschaffungsmanagement, im Vertrieb und Vertriebsmanagement, im Strategischen Management und in der internen Unternehmensberatung, in Teilbereichen des Finanz- und Rechnungswesens, im Personalwesen oder in der Öffentlichkeitsarbeit
  • bei Zentral- oder Geschäftsbanken, in der Versicherungsbranche oder beim Internationalen Währungsfonds:
    zusätzlich zu den meisten der oben genannten Tätigkeitsfelder hier insbesondere auch im Risikomanagement oder in der volkswirtschaftlichen Abteilung im Research
  • an Hochschulen, in Forschungsinstituten oder bei Wirtschaftsverbänden:
    z. B. in Forschung und Lehre, in der Erwachsenenbildung, in der empirischen Wirtschafts-, Markt- oder Evaluationsforschung
  • bei staatlichen Institutionen oder in der öffentlichen Verwaltung:
    z. B. bei Behörden, Parteien, Verbänden und Kammern, in der Bundes-, Landes- oder Kommunalverwaltung, in der Wirtschaftsförderung oder der Stadtplanung
  • in internationalen Organisationen oder im diplomatischen Dienst:
    z. B. bei europäischen Institutionen, bei nationalen und internationalen Wirtschaftsverbänden, im diplomatischen Dienst beim Auswärtigen Amt oder bei Außenhandelskammern
  • in Non-Profit Organisationen:
    z. B. in der Entwicklungspolitik, im Umwelt- und Ressourcenmanagement oder in Nichtregierungsorganisationen (NGO’s)
  • in Medien und im Journalismus:
    z. B. im Verlagswesen, im Wirtschaftsjournalismus oder als Auslandskorrespondent/in

Das Bachelorstudium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim befähigt Absolvent/innen zum einen, anspruchsvolle wirtschaftswissenschaftliche Masterprogramme im In- und Ausland zu belegen, die für herausgehobene Positionen in Wirtschaft und Verwaltung sowie für eine wissenschaftliche Laufbahn oder Tätigkeit in der Wirtschaftsforschung in der Regel unerlässlich sind. Zum anderen bietet ein erfolgreich absolviertes Bachelorstudium aber auch einen berufsqualifizierenden Abschluss, der in einer Vielzahl der oben genannten Tätigkeitsfelder einen direkten Einstieg in das Berufsleben ermöglicht. Dabei werden oben beispielhaft nur einige Einsatzfelder genannt, in denen Volkswirte durch besondere Stärken Vorteile bei der Besetzung offener Stellen haben. Ein Bachelorabschluss der VWL schließt selbstverständlich die Vielzahl weniger spezialisierter Tätigkeiten nicht aus, wobei man sich hier gegen eine größere Konkurrenz von Mitbewerbern behaupten muss.

Für die spätere Berufswahl spielt neben entsprechenden Praktika und Auslandsaufenthalten auch die Schwerpunktsetzung während des Studiums eine große Rolle. VWL-Studierende können in Mannheim aktiv die Weichen für ihre berufliche Zukunft stellen, indem sie ihre persönlichen Vertiefungsgebiete weitgehend frei wählen können. Neben den Kerngebieten der Volkswirtschaftslehre stehen ihnen zu diesem Zweck auch die Beifächer Mathematik, Jura, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie zur Wahl. Je nach Studienschwerpunktsetzung eröffnen sich damit besondere Chancen in einzelnen Berufsfeldern. Im Folgenden sollen zur Illustration exemplarisch einige ausgewählte Berufsbeispiele für Bachelorabsolvent(inn)en der Volkswirtschaftslehre in Abhängigkeit von der Beifachwahl dargestellt werden.

Aber zuvor nochmals der Hinweis: Es handelt sich um einige wenige Beispiele, die als Vorgaben verstanden ihren Zweck völlig verfehlen würden. Vielmehr möchten sie eine Anregung sein, die eigenen Interessen und Stärken auszuloten, diese mit antizipierten Chancen in persönlich bevorzugten Tätigkeitsgebieten in Verbindung zu setzen und daraus eine individuell bestmögliche Kombination der zur Verfügung stehenden Lehrangebote abzuleiten.

Ein neues Video der American Economic Association kann Ihnen weitere Anregungen bei Ihren Überlegungen geben.

Volkswirtschaftslehre ohne Beifach


Ausgewählte Beispiele für mögliche Berufsfelder:

  • Privatwirtschaft (Produktions- und Dienstleistungsunternehmen):
    durch ihre ausgeprägten analytischen Fertigkeiten und ihre hohe wirtschaftswissenschaftliche Kompetenz sind Volkswirte in einer Vielzahl von Unternehmensbereichen gefragt; so erstellen sie beispielsweise gesamt- und einzelwirtschaftliche (bspw. finanzwirtschaftliche) Analysen oder entwickeln Zielsysteme, Strategien und Organisationsalternativen für Unternehmen und ihre Teilbereiche
  • speziell Finanz- und Kreditwesen:
    Tätigkeiten im Research, in der Finanzplanung oder in der Kredit- und Bonitätsbewertung in Zentral- oder Geschäftsbanken sowie bei Versicherungen
  • Internationale Organisationen:
    Tätigkeit in weltweit operierenden Organisationen, vornehmlich an der Schnittstelle zwischen politischem und wirtschaftlichem Handeln
  • Wissenschaft und Forschung (in der Regel nach Masterstudium und Promotion):
    Forschung und Lehre primär im Bereich der Volkswirtschaftslehre an Hochschulen oder an entsprechenden Forschungseinrichtungen
  • Öffentlicher Sektor:
    Tätigkeit in verschiedenen Funktionsbereichen bei öffentlichen Einrichtungen, Kammern, Verbänden oder Ministerien auf Bundes- und Länderebene


Beispiele für Wahlfächer im Bereich der Volkswirtschaftslehre: ausgewählte Vorlesungen und Seminare in den Bereichen

  • Ökonometrie,
  • Finanzwissenschaft,
  • Internationale Ökonomik/Handelstheorie,
  • Geld- und Währungspolitik,
  • Arbeitsmarktpolitik

Volkswirtschaftslehre mit Beifach Mathematik


In großen Teilen der Volkswirtschaftslehre wie in der Mikroökonomie, in der Makroökonomie und besonders in der Ökonometrie werden mathematische Modelle und Verfahren benutzt, um reale Phänomene zu beschreiben sowie Problemstellungen quantitativ zu formulieren und zu lösen. Volkswirtinnen und Volkswirten, die über analytische Fertigkeiten verfügen und sowohl quantitative als auch qualitative ökonomische Phänomene und Prozesse untersuchen können, steht ein breites Feld an speziellen Berufsmöglichkeiten offen.


Ausgewählte Beispiele für mögliche Berufsfelder:

  • Hochschulen (in der Regel nach Masterstudium und Promotion):
    wissenschaftliche Laufbahn in den Bereichen Volkswirtschaftslehre, Ökonometrie, Statistik oder Wirtschaftsmathematik
  • Research/Forschung (in der Regel nach Masterstudium):
    Einstieg bei empirisch arbeitenden Forschungseinrichtungen; Analyse und Prognose einzel- und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen
  • Produktions- und Dienstleistungsunternehmen:
    Analyse und Prognose einzel- und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen, beratende Tätigkeit in finanzwirtschaftlich und mathematisch geprägten Unternehmensbereichen wie beispielsweise in Researchabteilungen von Großunternehmen, im strategischen Finanzmanagement oder im Bereich Investitionen/Finanzierung
  • speziell Unternehmensberatung:
    Analyse und Prognose einzel- und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen, branchenübergreifendes Projektmanagement vornehmlich im Bereich Unternehmens- und Finanzplanung
  • speziell Finanz- und Kreditwesen:
    Analyse und Prognose einzel- und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen, Systemanalyse, Organisation, Planung von Investition und Finanzierung, Risikoanalyse und -management sowie Controlling bei Zentral- und Geschäftsbanken und Versicherungen


Beispiele für geeignete Wahlfächer im Bereich der Volkswirtschaftslehre: ausgewählte Vorlesungen und Seminare in den Bereichen

  • Ökonometrie,
  • Statistik,
  • Mathematik,
  • Finanzmarktökonomie,
  • Geld- und Währungspolitik

Volkswirtschaftslehre mit Beifach Jura


Die Rechtswissenschaft befasst sich mit der Auslegung und systematischen Durchdringung juristischer Problemstellungen. Da unternehmerische wie auch gesamtwirtschaftliche Entscheidungen immer mehr durch bspw. verwaltungs-, verfassungs-, arbeits- oder steuerrechtliche Überlegungen bestimmt werden, gewinnen juristische Kompetenzen zunehmend auch in primär betriebs- und volkswirtschaftlich geprägten Tätigkeitsfeldern an Bedeutung. Dabei geht es aber auch um eine verbesserte Kommunikationsfertigkeit mit rein juristisch ausgebildeten Spezialisten.


Ausgewählte Beispiele für mögliche Berufsfelder:

  • Personal-, Organisations- und ggf. Rechtsabteilungen:
    Verknüpfung von volks- und betriebswirtschaftlichem mit juristischem Know-how in Personal-, Organisations- und ggf. Rechtsabteilungen von privaten und öffentlichen Unternehmen, Banken und Versicherungen; Tätigkeiten im Vertragsmanagement oder in Compliance-Abteilungen von Großunternehmen
  • Wirtschaftsrechtsberatung:
    beratende Funktion mit ökonomischem Schwerpunkt in Fragen des Wirtschafts-, Versicherungs- oder Finanzrechts in einer Wirtschaftskanzlei
  • Steuerberatungs- und Wirtschaftprüfungsgesellschaften:
    Tätigkeit in einer Steuer- oder Versicherungsberatung, bei Bilanz- und Wirtschaftsanalysen oder Vertragsvorbereitungen

Beispiele für Wahlfächer im Bereich der Volkswirtschaftslehre: ausgewählte Vorlesungen und Seminare in den Bereichen

  • Versicherungsökonomie,
  • Sozialpolitik,
  • Finanzwissenschaft,
  • Föderalismus & Steuern

Volkswirtschaftslehre mit Beifach Betriebswirtschaftslehre


Im Gegensatz zur gesamtwirtschaftlichen Betrachtungsweise der Volkswirtschaftslehre befasst sich die Betriebswirtschaftslehre u. a. mit planerischen, organisatorischen und rechentechnischen Aspekten eines einzelnen Unternehmens. Das Studium der Betriebswirtschaftslehre im Rahmen eines Beifachs führt in die wesentlichen Teilgebiete der Betriebswirtschaftslehre ein und vermittelt Kompetenzen, die Absolvent(inn)en sehr gute Karrieremöglichkeiten eröffnen.


Ausgewählte Beispiele für mögliche Berufsfelder:

  • Privatwirtschaft & Öffentlicher Sektor:
    insbesondere Tätigkeit in Bereichen, welche die volkswirtschaftliche mit der betriebswirtschaftlichen Ebene verbinden, beispielsweise im Management, im Finanzwesen, in der Logistik oder Personalwirtschaft
  • speziell im Finanz- und Kreditwesen:
    beratende Tätigkeit im Research von Finanzinstitutionen, Erstellung von Finanzmarkt- oder Standortanalysen sowie Erstellung und Durchführung langfristiger Finanzierungs- oder Investitionspläne in Geschäftsbanken oder bei Versicherungen
  • speziell in der Unternehmensberatung:
    beratende Tätigkeit mit ökonomischem Schwerpunkt in Kombination mit betriebswirtschaftlichen Grundlagen, beispielsweise in den Themengebieten Finanzierung oder Standortwahl
  • Non-Profit Organisationen:
    beispielsweise Finanzplanung und -verwaltung, Markt- und Länderanalysen und Projektentwicklung in der Entwicklungsarbeit oder in anderen nichtstaatlichen und gemeinnützigen Organisationen


Beispiele für Wahlfächer im Bereich der Volkswirtschaftslehre: ausgewählte Vorlesungen und Seminare in den Bereichen

  • Finanzwissenschaft,
  • Geld- und Währungspolitik,
  • Wirtschaftsgeographie

sowie Wahl geeigneter Social Skills Kurse.

Volkswirtschaftslehre mit Beifach Wirtschaftsinformatik

 
Die Wirtschaftsinformatik kann als Schnittstellendisziplin zwischen den Wirtschaftswissenschaften, hier insbesondere der Betriebswirtschaftslehre, und der Informatik verstanden werden. Sie befasst sich mit der Planung, Entwicklung, Implementierung, dem Betrieb, der Weiterentwicklung und dem ökonomischen Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen, die zur formalisierten Unterstützung der ablaufenden Geschäftsprozesse und zur strukturierten strategischen Entscheidungsfindung in Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden. So könnte ein Wirtschaftsinformatiker bspw. Systeme zur unternehmensweiten Planung und Steuerung des Ressourceneinsatzes, zur statistischen Analyse des Kundenverhaltens oder auch zum automatischen Handel von Wertpapieren an elektronischen Börsen planen, bewerten und implementieren.


Ausgewählte Beispiele für mögliche Berufsfelder:

  • Produktions- und Dienstleistungsunternehmen:
    Analyse und Prognose einzel- und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen, Beratung bei der Auswahl und Konzeption von komplexen Anwendungssystemen, beratende Tätigkeit zum Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen in mittleren und großen Unternehmen, bspw. in der strategischen Unternehmensführung oder im Vertrieb
  • Öffentliche Verwaltung & Non-Profit Unternehmen:
    Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Informatik und Fachabteilungen; Organisation von IT-Systemen sowie Analyse, Anforderungsdefinition, Anpassung und Weiterentwicklung von Anwendungssystemen
  • speziell IT-Unternehmensberatung:
    Analyse und Prognose einzel- und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen, branchenübergreifendes Projektmanagement vornehmlich im Bereich Full Service und IT-Beratung, Planung und Implementierung von Business Intelligence Systemen

Beispiele für geeignete Wahlfächer im Bereich der Volkswirtschaftslehre: ausgewählte Vorlesungen und Seminare in den Bereichen

  • Ökonometrie,
  • Statistik,
  • Industrieökonomik,
  • Internetökonomie,
  • Versicherungsökonomie.


Sinnvolle Synergien ergeben sich auch mit Beifächern aus folgenden Bereichen:

  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Jura,
  • ggf. auch Mathematik.

Volkswirtschaftslehre mit Beifach Philosophie

 

Das Studium der Philosophie befähigt in besonderem Maße zu systematischem Denken. Nicht nur im Fachgebiet Logik sondern in allen Bereichen der Philosophie gilt es, teils sehr abstrakten theoretischen Argumentationsketten zu folgen und diese zu analysieren. Die Strukturierung komplexer Entscheidungsprobleme unter spezifischen rationalen oder auch ethisch-moralischen Gesichtspunkten, das Stellen adäquater Fragen, die kritische Bewertung wie auch ständiger Perspektivenwechsel gehören zum Alltag des Philosophen. In diesen Bereichen gibt es durchaus Überschneidungen mit den Aufgabenstellungen bzw. Kompetenzen von Volkswirten, die über das Beifach Philosophie insofern Synergieeffekte nutzen und zudem ihre sprachlichen Fähigkeiten ausbauen können. Bei Absolvent(inn)en sind Kompetenzen aus dem Bereich Philosophie insbesondere dort einsetzbar, wo neben dem ökonomischen Fachwissen die Fähigkeit zur Grundlagenreflexion zum Tragen kommen kann, bspw. in Wirtschaftsredaktionen oder in Wissenschaft und Forschung.

   

Volkswirtschaftslehre mit Beifach Psychologie

(under construction)

 

Volkswirtschaftslehre mit Beifach Politikwissenschaft


Die Politikwissenschaft beschäftigt sich mit der Frage, wie staatliche, privatwirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure interagieren, wie politische Entscheidungen getroffen werden und wie sich Machtverhältnisse konstituieren. Dabei werden grundlegende Konzepte erarbeitet, welche sowohl die politische Makroebene (Staat und Gesellschaft) als auch die politische Mikroebene (Verhalten der Individuen) umfassen. Volkswirte erwerben durch das Studium des Beifachs Politikwissenschaft grundlegende Fertigkeiten, um ökonomische und politische Prozesse in Zusammenhang zu setzen.


Ausgewählte Beispiele für mögliche Berufsfelder:

  • Privatwirtschaft:
    Tätigkeit in (größeren) Produktions- und Dienstleistungsunternehmen im Bereich Public Relations/Öffentlichkeitsarbeit
  • Non-Profit Management und Öffentlicher Bereich:
    Tätigkeit auf der mittleren Managementebene im Dritten Sektor; Informations-, Beratungs- und Mittleraufgaben in wirtschaftlichen und politischen Stiftungen oder auch in der Entwicklungszusammenarbeit
  • Diplomatischer Dienst (Masterstudium empfehlenswert):
    vermittelnde Position als Diplomat/-in in internationalen Beziehungen, völkerrechtliche Vertretung gegenüber ausländischen Staaten oder internationalen Organisationen vor politischem und wirtschaftlichem Hintergrund
  • Medien & Journalismus:
    Tätigkeit im Wirtschaftsjournalismus in Printmedien, im Rundfunk oder Fernsehen als Redakteur, Korrespondent oder im Research


Beispiele für Wahlfächer im Bereich der Volkswirtschaftslehre: ausgewählte Vorlesungen und Seminare in den Bereichen

  • Versicherungsökonomie,
  • Föderalismus und Steuern,
  • Wirtschafts- und Währungspolitik

Volkswirtschaftslehre mit Beifach Soziologie


Die Soziologie befasst sich mit dem sozialen Zusammenleben in Gesellschaften, mit deren Strukturen und Handeln. Neben der Gesellschaft als Ganzem werden insbesondere Teilbereiche wie soziale Systeme, Institutionen oder Organisationen erforscht. Zur Erhebung, Beschreibung und Analyse empirischer Phänomene werden dabei ebenso wie in der Volkswirtschaftslehre quantitative Methoden (Mathematik, Statistik, Ökonometrie) eingesetzt. Studierende des Beifachs Soziologie zeichnen sich besonders aus durch ihren Zugang zu typischen Denkweisen der Soziologie und Kenntnisse der empirischen Sozialforschung in Kombination mit den ökonometrischen Grundlagen der Volkswirtschaftslehre.


Ausgewählte Beispiele für mögliche Berufsfelder:

  • Privatwirtschaft:
    beispielsweise Verbindung volkswirtschaftlicher und soziologischer Betrachtungsweisen in der Unternehmensplanung und -organisation
  • speziell Unternehmensberatung:
    beratende Tätigkeit in Verwaltung, Unternehmen, Institutionen und Verbänden, welche volkswirtschaftliche, soziale und politische Aspekte miteinander verbindet
  • Öffentliche Verwaltung:
    mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeographie/Stadtökonomie beispielsweise Anwendung empirischer Methoden der Sozialforschung und Statistik zur Stadtplanung und -entwicklung
  • Empirische Markt-, Wirtschafts-, Sozial- und Meinungsforschung:
    Forschung in den Bereichen Wirtschafts-, Organisations- und Betriebssoziologie; Konzeption, Durchführung und Evaluation empirischer Umfragen
  • Medien und Journalismus:
    Tätigkeit als Wirtschaftsjournalist oder Redaktions- und Moderationsarbeit, Recherche oder redaktionelle Tätigkeit in Printmedien, im Rundfunk, im Fernsehen oder im Verlagswesen sowie Medienforschung und -beratung


Beispiele für Wahlfächer im Bereich der Volkswirtschaftslehre: ausgewählte Vorlesungen und Seminare in den Bereichen

  • Ökonometrie,
  • Statistik,
  • Arbeitsmarktökonomie und -ökonometrie,
  • Finanz- und Geldpolitik,
  • Wirtschaftsgeographie

22.9.2016  Created by Th. Lindenbauer und Sarah Hildebrand


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