Exzellenzinitiative (291) 28-06-17 04:57

Exzellenzinitiative

Die Entscheidung

Der Bewilligungsausschuss Exzellenzinitiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat am 13. Oktober 2006 erstmals die Einrichtung und Finanzierung der

"Graduate School of Economic and Social Sciences: Empirical and Quantitative Methods"

mit einem Fördervolumen von über sechs Millionen Euro beschlossen. Aufgrund des großen Erfolgs der Graduate School wurde im Juni 2012 die Förderung bis 2017 mit einem Volumen von über 8,8 Millionen Euro verlängert. Bundesweit handelt es sich um die einzige geförderte Graduiertenschule unter Beteiligung der Wirtschaftswissenschaften.

Das Konzept

Die Graduiertenschule bildet ihre Doktorandinnen und Doktoranden in empirischen und quantitativen Methoden und deren Anwendungen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften aus. Das Leitbild vereint eine an internationalen Standards orientierte, strukturierte Doktorandenausbildung mit der Förderung hervorragender Forschung. Ziel der Graduiertenschule ist es, sich als eines der führenden Ausbildungszentren für Doktoranden in empirischen und quantitativen Methoden in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu etablieren.

Die Graduiertenschule ist die erste in Deutschland und weltweit eine der ersten, die diese Disziplinen in einem kohärenten Doktorandenprogramm vereint. Sie ist untergliedert in drei Zentren: das Center for Doctoral Studies in Business, das Center for Doctoral Studies in Economics und das Center for Doctoral Studies in Social and Behavioral Sciences. Jedes der Zentren führt seine Doktoranden an den aktuellen Stand der Forschung der jeweiligen Disziplin heran, ausgehend von der Prämisse, dass Forschungsexzellenz nur durch Exzellenz in der jeweiligen Disziplin erreicht werden kann. Die Ausbildung konzentriert sich jedoch auf die methodischen Grundlagen, die disziplinübergreifend sind und damit den interdisziplinären Ideenaustausch befördern. Unterstützt wird dies durch die Koordination der Lehrpläne der beteiligten Zentren, was die Doktoranden in den Stand versetzt, an fortgeschrittenen Lehrveranstaltungen in empirischen und quantitativen Methoden in benachbarten Disziplinen teilzunehmen.

Die Ausbildung in der Volkswirtschaftslehre ist so strukturiert, dass alle Doktoranden zuerst systematisch in empirischen und quantitativen Methoden sowie in ökonomischer Theorie ausgebildet werden. Danach können sie entscheiden, welchen spezielleren methodischen oder theoretischen Fragen sie sich in ihrer Promotion zuwenden wollen.

Das Umfeld in Mannheim ist ideal geeignet, um sich mit Problemen von Wirtschaft und Gesellschaft auf höchstem Niveau akademisch auseinanderzusetzen. Alle drei beteiligten Fakultäten und Abteilungen gehören zu den führenden in Deutschland und sind international durch eine große Zahl von hochkarätigen Forschungsprojekten weit vernetzt. Von besonderer Bedeutung für die Forschung in Mannheim sind eine Reihe von international führenden Forschungsinstituten wie das ZEW, MZES, ZUMA und das ZI, die sich an der Graduiertenschule mit Kursen und Forschungsmöglichkeiten beteiligen.

Die Bewertung

Auszüge aus der Entscheidungsbegründung durch den internationalen Gutachterausschuss und die Prüfungsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahr 2006:

"Die Gruppe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist international und durch exzellente Publikationen in hochplatzierten Zeitschriften hervorragend ausgewiesen."

"Mit dieser neu geplanten Graduiertenschule wird ein ... in Deutschland und Europa hoch innovativer Ansatz verfolgt."

"Die Graduiertenschule wird in einem erheblichen Maße und in weltweit innovativer Weise zur wissenschaftlichen Profilierung der Universität Mannheim beitragen."

"Die Gutachtergruppe ist sich darin uneingeschränkt einig, dass der Standort die Spitze der Verbindung zwischen der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschung darstellt."

"Die Antragstellerinnen und Antragsteller sind international überaus gut vernetzt und renommiert. Durch den weltweit bisher kaum existierenden Ansatz wird die Graduiertenschule ohne jeden Zweifel eine hohe internationale Reputation erlangen und für Deutschland ein winner sein."

"Mannheimer Absolventen und Postdocs sind heute schon als erfolgreiche Bewerber an renommierten ausländischen Forschungseinrichtungen bekannt."

"Das Qualifikationskonzept ist in jedem Aspekt überzeugend."

"Die Karrierechancen der Absolventinnen und Absolventen der Graduiertenschule werden systematisch und institutionell gefördert. ... Insgesamt ist die Gutachtergruppe von dieser Konzeption sehr beeindruckt."

"Die Organisation und das Management der Graduiertenschule wird als hervorragend konzipiert bewertet."

 

Auszüge aus der Entscheidungsbegründung für die Weiterförderung im Jahr 2012:

"Die Universität Mannheim ... gilt als eine der ersten Adressen für empirische und quantitative wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Forschung."

"Die dynamische, durch zahlreiche Neuberufungen gestärkte Gruppe der Principal Investigators ist durchgängig wissenschaftlich exzellent ausgewiesen und erreicht mit ihren Forschungsleistungen größte internationale Sichtbarkeit."

"Der wissenschaftliche Ertrag der ersten Förderphase ist außerordentlich eindrucksvoll; sowohl die erfahrenen Wissenschaftler als auch die Promotionsstudenten bzw. Absolventen haben ihre Ergebnisse in den besten Fachzeitschriften platzieren können."

"Die beruflichen Erfolge der Absolventinnen und Absolventen sind unübersehbar und werfen ein sehr positives Licht auf den Erfolg der Mannheimer Graduiertenschule."

"Insgesamt wird der Mannheimer Graduiertenschule zugetraut, einen neuen Standard in der Doktorandenausbildung der beteiligten Disziplinen zu etablieren. Die Erfolgsaussichten sind ausgezeichnet ..."

Pressestimmen

Lesen Sie hier einen Beitrag im Wall Street Journal vom 10. November 2006.

5.6.2013       Created by Th. Lindenbauer