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Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim vom 16. Mai 2001

Änderungssatzung vom 20. Februar 2003 (Rektoratsbekanntmachungen 04/2003 vom 21. Februar 2003, S. 7ff). Gemäß § 51 Abs. 1 UG hat der Senat am 2. Mai 2001 die nachstehende Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Volkswirtschaftslehre beschlossen. Der Rektor hat der Prüfungsordnung zugestimmt am 16. Mai 2001.

2. Änderungssatzung vom 22. November 2005 (Rektoratsbekanntmachungen 20/2005 vom 2. Dezember 2005, S. 22 f.)

3. Änderungssatzung vom 21. Juli 2006 (Rektoratsbekanntmachungen 19/2006 vom 31. Juli 2006, S. 12)

4. Änderungssatzung vom 21. Dezember 2007 (Rektoratsbekanntmachungen 37/2007 vom 21. Dezember 2007, S. 7)

5. Änderungssatzung vom 11. Juni 2008 (Rektoratsbekanntmachungen 17/2008 vom 12. Juni 2008)

I. Allgemeine Bestimmungen

 

§ 1 Zweck der Diplomprüfung, Diplomgrad

(1) Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des wissenschaftlichen Diplomstudiengangs Volkswirtschaftslehre.

(2) Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung verleiht die Fakultät für Volkswirtschaftslehre den akademischen Grad "Diplom-Volkswirt" bzw. "Diplom-Volkswirtin" (Dipl.-Volksw.)*.

* Soweit bei der Bezeichnung von Personen die männliche Form verwendet wird, schließt diese Frauen in der jeweiligen Funktion ausdrücklich ein.

 

§ 2 Studienaufbau, Regelstudienzeit, Studienumfang

(1) Der volkswirtschaftliche Diplom-Studiengang gliedert sich in das Grundstudium und das Hauptstudium. Das Grundstudium schließt mit der Diplom-Vorprüfung, das Hauptstudium mit der Diplomprüfung ab.

(2) (Regelstudienzeit von der Genehmigung ausgenommen)

(3) Der zum Abschluß des Grundstudiums erforderliche Umfang an Kreditpunkten beträgt 105, derjenige zum Abschluß des Studiums insgesamt mindestens 270 Kreditpunkte. Das Kreditpunktsystem orientiert sich am European Credit Transfer System (ECTS). Ein Kreditpunkt entspricht demnach einer Arbeitsbelastung von etwa 30 Stunden.

 

§ 3 Aufbau der Prüfungen, Prüfungsfristen

(1) In einer Orientierungsprüfung gemäß § 51 Abs. 4 UG müssen bis zum Ende des zweiten Fachsemesters zwei Prüfungen nach § 11 Abs. (2) und § 12 Abs. (2) erbracht werden. Die Orientierungsprüfung kann bei nicht ausreichender Leistung spätestens im darauffolgenden Semester einmal wiederholt werden.

(2) Die Diplom-Vorprüfung besteht aus studienbegleitend zu erbringenden Prüfungen. Sie soll bis zum Ende des vierten Semesters abgeschlossen werden. Wird sie nicht spätestens im Prüfungstermin, der unmittelbar auf die Vorlesungszeit des sechsten Semesters folgt, abgeschlossen, so erlischt der Prüfungsanspruch, es sei denn, der Studierende hat die Überschreitung dieser Frist nicht zu vertreten. Über eine Verlängerung der Frist entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag des Kandidaten.

(3) Die Diplomprüfung besteht aus studienbegleitend zu erbringenden Prüfungen, Seminarleistungen und der Diplomarbeit. Die Diplomprüfung soll bis zum Ende des neunten Semesters abgeschlossen sein.

(4) Prüfungen in Volkswirtschaftslehre und Statistik werden zu jeder volkswirtschaftlichen und statistischen Vorlesung des Grund- und Hauptstudiums angeboten. Sie können aus mehreren Prüfungsleistungen bestehen. Prüfungen in anderen Fächern richten sich jeweils nach den einschlägigen Prüfungsregelungen der anbietenden Fakultät.

(5) In begründeten Fällen kann eine schriftliche Prüfung auch ganz oder teilweise in Form des Antwortwahlverfahrens stattfinden. Die Prüfer stimmen die Form der Prüfung rechtzeitig mit dem Prüfungsausschuß ab. Die Bestehenskriterien werden vor der Prüfung bekanntgegeben.

(6) Soweit Prüfungen zu Beginn eines Semesters abgelegt werden, gelten sie als im vorangegangenen Semester erbracht.

 

§ 4 Prüfungsausschuß

(1) Der erweiterte Fakultätsrat wählt aus seiner Mitte den aus vier Mitgliedern bestehenden Prüfungsausschuß sowie aus dessen Mitte den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter. Mitglieder des Prüfungsausschusses können nur Professoren der Volkswirtschaftslehre und Statistik sein. Die Amtszeit der Mitglieder des Prüfungsausschusses beträgt in der Regel drei Jahre. Eine Wiederwahl ist zulässig.

(2) Der Prüfungsausschuß achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnungen eingehalten werden. Er trifft die sich auf die Abwicklung der Prüfungen beziehenden Entscheidungen, soweit nach dieser Prüfungsordnung nicht andere Stellen zuständig sind. Er berichtet der Fakultät regelmäßig über die Entwicklung der Studien- und Prüfungszeiten einschließlich der Bearbeitungszeiten für die Diplomarbeit sowie über die Verteilung der Fach- und der Gesamtnoten. Der Bericht ist in geeigneter Weise durch die Hochschule offenzulegen.

(3) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei den Prüfungen anwesend zu sein.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreter unterliegen der Amtsverschwiegenheit.

(5) Die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nichtöffentlich.

(6) Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn neben dem Vorsitzenden oder dessen Stellvertreter mindestens zwei weitere Mitglieder anwesend sind. Der Prüfungsausschuß entscheidet mit der Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

(7) Der Prüfungsausschuß kann die Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle dem Vorsitzenden übertragen.

(8) Entscheidungen des Prüfungsausschusses oder seines Vorsitzenden sind dem Kandidaten schriftlich mit Begründung unter Angabe der Rechtsgrundlage mitzuteilen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Widersprüche gegen Entscheidungen der in dieser Prüfungsordnung genannten Organe sind innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Entscheidung schriftlich an den Prüfungsausschuß zu richten. Hilft der Prüfungsausschuß dem Widerspruch nicht ab, so ist dieser dem Rektor zur Entscheidung vorzulegen.

 

§ 5 Studienbüro

(1) Für die verwaltungsmäßige Abwicklung der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung ist das Studienbüro zuständig.

(2) Zu den Aufgaben des Studienbüros gehören insbesondere 

  • die Bekanntgabe der Prüfungstermine, die Entgegennahme der Zulassungsanträge und Meldungen der Kandidaten zu den Prüfungen, die Führung der Prüfungsakten, die Entgegennahme von Widersprüchen gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses, die Überwachung der in dieser Prüfungsordnung genannten Fristen;
  • die technische Abwicklung der Prüfungen und die Regelung der Aufsicht bei schriftlichen Prüfungen;
  • die Benachrichtigung der Kandidaten über die Ergebnisse der Prüfung und die Ausfertigung von Diplomen, Prüfungszeugnissen und Bescheinigungen über erbrachte Prüfungen.

 

§ 6 Prüfer und Beisitzer

(1) Der Prüfungsausschuß bestellt die Prüfer.

(2) Prüfer können sein:

  • Mitglieder des Prüfungsausschusses;
  • sonstige Professoren sowie Hochschul- und Privatdozenten;
  • wissenschaftliche Assistenten, wissenschaftliche Mitarbeiter, Lehrbeauftragte und Lehrkräfte für besondere Aufgaben, wenn Professoren, Hochschul- und Privatdozenten nicht in genügender Anzahl als Prüfer zur Verfügung stehen;
  • wissenschaftliche Mitarbeiter, denen nach langjähriger erfolgreicher Lehrtätigkeit die Prüfungsbefugnis übertragen worden ist.

(3) Mündliche Prüfungen sind mindestens von einem Prüfer in Gegenwart eines Beisitzers abzunehmen. Der Beisitzer führt das Prüfungsprotokoll. In dem Protokoll sind die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfung festzuhalten. Zum Beisitzer kann nur bestellt werden, wer die entsprechende Diplomprüfung abgelegt hat oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.

(4) Prüfer und Beisitzer unterliegen der Amtsverschwiegenheit.

 

§ 7 Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen

(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen im Diplomstudiengang Volkswirtschaftslehre an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Dasselbe gilt für die Diplom-Vorprüfung. Soweit die Diplom-Vorprüfung Prüfungen nicht enthält, die an der Universität Mannheim Gegenstand der Diplom-Vorprüfung, nicht aber der Diplomprüfung sind, ist eine Anerkennung mit Auflagen möglich. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfung wird versagt, wenn mehr als die Hälfte der gemäß § 18 gewichteten Prüfungen oder die Diplomarbeit anerkannt werden soll, sofern Kooperationsvereinbarungen mit anderen Fakultäten nichts anderes vorsehen.

(2) Prüfungen, die in anderen Studiengängen an der Universität Mannheim oder an anderen Universitäten erbracht wurden, werden auf Antrag angerechnet, soweit ihre Gleichwertigkeit nachgewiesen wird. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen in Inhalt, Umfang und Anforderungen denjenigen des Studiums der Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim im wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen, die außerhalb des Geltungsbereichs des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, sind die von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen der Hochschulpartnerschaften zu beachten. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfung wird versagt, wenn mehr als die Hälfte der gemäß § 18 gewichteten Prüfungen oder die Diplomarbeit anerkannt werden soll.

(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Absätze (1) und (2) entsprechend; Abs. (2) gilt auch für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen an Fach- und Ingenieurhochschulen, Offiziershochschulen der ehemaligen DDR und an Berufsakademien.

(4) Über die Anrechnung von Studiensemestern, Leistungsnachweisen und Prüfungen gemäß Abs. (1) bis (3) entscheidet der Prüfungsausschuß. Entsprechende Anträge richtet ein Studierender in dem auf seine Immatrikulation an der Universität Mannheim folgenden Semester an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

(5) Werden Studienleistungen und Prüfungen anerkannt, so werden die Noten – soweit die Notensysteme vergleichbar sind – übernommen und in die Berechnung der Gesamtnote einbezogen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk "bestanden" aufgenommen. Es erfolgt dann keine Berücksichtigung im Gesamtergebnis. Über die Vergleichbarkeit von Notensystemen entscheidet der Prüfungsausschuß. Anerkannte Studienleistungen und Prüfungen werden im Zeugnis gesondert gekennzeichnet.

(6) Bei Vorliegen der in den Absätzen (1) bis (3) genannten Voraussetzungen besteht ein Rechtsanspruch auf Anerkennung. Die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen, die im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Der Studierende hat die für die Anerkennung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.

 

§ 8 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Prüfung gilt als nicht bestanden und wird mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat einen Prüfungstermin, zu dem er sich angemeldet hat, ohne triftige Gründe versäumt oder wenn er nach Zulassung zu der Prüfung ohne triftige Gründe an der Prüfung nicht mitwirkt oder nach Beginn von ihr zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.

(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuß unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des Kandidaten kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes und in Zweifelsfällen ein Attest eines von der Hochschule benannten Arztes verlangt werden. Werden die Gründe anerkannt, so ist eine schriftliche Prüfung im unmittelbar folgenden Prüfungstermin abzulegen. Für eine mündliche Prüfung wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind anzurechnen.

(3) Versucht der Kandidat, das Ergebnis seiner Prüfungsleistungen durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Prüfungsleistung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall wird die betreffende Prüfungsleistung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuß den Kandidaten von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.

(4) Der Kandidat kann innerhalb von zwei Wochen nach der Prüfung verlangen, daß die Entscheidungen nach Abs. (3) Satz 1 und 2 vom Prüfungsausschuß überprüft werden. Belastende Entscheidungen sind dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

 

§ 9 Bewertung von Prüfungen

(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungen werden von den jeweiligen Prüfern festgesetzt. Bei der Bewertung von Prüfungen werden folgende Noten verwendet:

  • 1,0 = sehr gut = eine hervorragende Leistung;
  • 2,0 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
  • 3,0 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
  • 4,0 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
  • 5,0 = nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

(2) Die Noten gemäß Abs. (1) können durch Addition oder Subtraktion von 0,3 differenziert werden. Die Noten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 werden nicht vergeben.

(3) Kreditpunkte werden vergeben, wenn eine Prüfung mindestens mit der Note "ausreichend" (4,0) bewertet wurde.

(4) In den Zeugnissen für die Diplom-Vorprüfung und die Diplomprüfung werden die Noten gemäß Abs. (1) und (2) sowohl im Wortlaut als auch numerisch unter Einbeziehung einer Dezimalstelle hinter dem Komma ausgewiesen. Alle weiteren Dezimalstellen werden ohne Rundung gestrichen. Haben sich von Abs. (1) abweichende Noten ergeben, so lauten die auszuweisenden Noten wie folgt:

  • bei einem Durchschnitt bis   1,5            sehr gut;
  • bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5 gut;
  • bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5 befriedigend;
  • bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0 ausreichend;
  • bei einem Durchschnitt über 4,0            nicht ausreichend.

 

 

II. Diplom-Vorprüfung

 

§ 10 Zulassung zur Diplom-Vorprüfung

(1) Der Antrag auf Zulassung zur Diplom-Vorprüfung muss spätestens im zweiten Fachsemester an der Fakultät für Volkswirtschaftslehre schriftlich innerhalb der bekanntgegebenen Frist gestellt werden. Verspätete Anträge werden zurückgewiesen. Dem Antrag sind beizufügen:

  1. Das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder eine durch Rechtsvorschrift als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung;
  2. eine Bescheinigung darüber, daß der Studierende für das Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim immatrikuliert ist;
  3. eine Erklärung darüber, ob und mit welchem Ergebnis sich der Studierende bereits einer Diplom-Vorprüfung, Diplomprüfung oder vergleichbaren Prüfungen unterzogen hat;
  4. eine Erklärung darüber, daß der Prüfungsanspruch im Grundstudium derselben Fachrichtung nicht erloschen ist. Zu derselben Fachrichtung gehören die Grundstudien in solchen Studiengängen, die die Prüfungen zum Diplom-Kaufmann, zum Diplom-Handelslehrer, zum Diplom-Ökonom und zum Diplom-Volkswirt sowie zu anderen vergleichbaren wirtschaftswissenschaftlichen Abschlüssen enthalten.

(2) Über den Antrag entscheidet der Prüfungsausschuß.

(3) Ist es dem Studierenden nicht möglich, eine nach Abs. (1) Ziff. 1 erforderliche Unterlage in der vorgeschriebenen Weise beizufügen, so kann der Prüfungsausschuß gestatten, den Nachweis auf andere Art zu führen.

(4) Die Zulassung wird versagt, wenn die Unterlagen gemäß Abs. (1) unvollständig sind.

 

§ 11 Meldung und Zulassung zu den einzelnen Prüfungen

(1) Zusätzlich zum Antrag auf Zulassung gemäß § 10 erfordert die studienbegleitende Diplom-Vorprüfung für jede zu erbringende Prüfung eine gesonderte Anmeldung zur Prüfung (Meldung). Die Meldung ist nur innerhalb der durch Aushang bekanntgemachten Fristen möglich.

(2) Die Meldung zur letzten Prüfung im Rahmen der Diplom-Vorprüfung setzt den Nachweis voraus, daß die Prüfungen in den propädeutischen Fächern

  1. Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler (lineare Algebra)
  2. Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler (Analysis)

bestanden sind. Über die Anerkennung von Nachweisen zu diesen Fächern, die außerhalb einer Universität erbracht wurden, entscheidet der Prüfungsausschuß.

 

§ 12 Umfang und Struktur der Diplom-Vorprüfung

(1) Die Diplom-Vorprüfung erstreckt sich auf folgende Fächer:

  • Grundzüge der Volkswirtschaftslehre
  • Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre
  • Statistik
  • Recht für Wirtschaftswissenschaftler.

(2) Die in Abs. (1) genannten Fächer umfassen die folgenden Prüfungen, denen die in Klammern angegebenen Kreditpunkte (KP) zugeordnet sind:

1. Grundzüge der Volkswirtschaftslehre

a) Mikroökonomik I (6 KP)
b) Mikroökonomik II (6 KP)
c) Makroökonomik I (6 KP)
d) Makroökonomik II (6 KP)
e) Empirische Volkswirtschaftslehre (6 KP)
f) optional: Einführung in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte (6 KP)

2. Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre

a) Produktionswirtschaft (6 KP)
b) Absatzwirtschaft (6 KP)
c) Kosten- und Erlösrechnung (6 KP)
d) Handels- und Steuerbilanzen (6 KP)
e) Finanzwirtschaft (6 KP)
f) Unternehmungspolitik (6 KP)

3. Statistik

Deskriptive Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Induktive Statistik (15 KP)

4. Recht für Wirtschaftswissenschaftler

Grundzüge des Zivil- und Handelsrechts (14 KP)

(3) Die Prüfungen im Fach "Grundzüge der Volkswirtschaftslehre" bestehen aus Klausurarbeiten von jeweils 90 Minuten Dauer. Die erste Klausurarbeit sollte jeweils am Anfang der auf die Vorlesung folgenden vorlesungsfreien Zeit, die Wiederholungsklausur vor Beginn der Vorlesungen des darauf folgenden Semesters stattfinden. Zwischen Bekanntgabe des Ergebnisses der ersten Klausurarbeit und der Wiederholungsklausur müssen mindestens vier Wochen liegen. Die Wiederholungsklausur ist dem Semester zuzurechnen, in dem die erste Abschlußprüfung stattfand.

(4) Das Fach "Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre" wird nach Maßgabe der Prüfungsordnung der Universität Mannheim für den Diplomstudiengang Betriebswirtschaftslehre in der jeweils gültigen Fassung geprüft. Abweichend hiervon kann eine Prüfung dieses Faches gem. Abs. (2) Ziffer 2 a) bis f) durch die Prüfung "Einführung in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte" gem. Abs. (2) Ziffer 1 f) ersetzt werden. Eine Prüfung in dem ersetzten Fach ist ausgeschlossen.

(5) Das Fach "Statistik" wird durch eine Klausurarbeit im Umfang von 240 Minuten geprüft. Die im Anschluß an die Vorlesungszeit des Folgesemesters gestellte Klausur gilt als Wiederholungsklausur.

(6) Das Fach "Recht für Wirtschaftswissenschaftler" wird durch eine Klausurarbeit im Umfang von höchstens 300 Minuten geprüft.

(7) Die propädeutischen Fächer Analysis und lineare Algebra (jeweils 5 Kreditpunkte) werden durch Klausuren im Umfang von jeweils 90 Minuten Dauer geprüft. Eventuell erteilte Noten gehen nicht in die Berechnung von Fachnoten oder der Durchschnittsnote des Vordiploms ein.

(8) Die schriftliche Prüfung nach Abs. (3) und Abs. (5) kann ganz oder in Teilen durch eine oder mehrere benotete Hausarbeit(en) und/oder einen oder mehrere benotete mündliche(n) Vortrag (Vorträge) und/oder eine Zwischenklausur ersetzt werden. In diesem Fall ergibt sich die Gesamtnote als Mittel aus allen Prüfungsleistungen. Die Entscheidung über die Art der (des) Leistungsnachweise(s) und die eventuelle Gewichtung der Prüfungsleistungen fällt der jeweilige Prüfer.

 

§ 13 Wiederholung der Diplom-Vorprüfung

(1) Jede Prüfung innerhalb der Diplom-Vorprüfung, die nicht bestanden ist oder als nicht bestanden gilt, muß zum nächstmöglichen Termin wiederholt werden. Der Prüfungsanspruch erlischt bei versäumter Wiederholungsfrist, es sei denn, der Kandidat hat das Versäumnis nicht zu vertreten.

(2) Eine zweite Wiederholung ist nur für zwei Prüfungen gemäß § 12 Abs. (2) bis (6) zulässig.

(3) Fehlversuche in vergleichbaren Studiengängen gemäß § 10 Abs. (1) Ziffer 4 sind anzurechnen, soweit Gleichwertigkeit besteht.

(4) Die Wiederholung einer bestandenen Prüfung ist nicht zulässig.

(5) Ist eine Prüfung endgültig nicht bestanden, so ist die gesamte Diplom-Vorprüfung endgültig nicht bestanden. Der Kandidat verliert die Zulassung für den Studiengang Volkswirtschaftslehre.

 

§ 14 Ergebnis der Diplom-Vorprüfung

(1) Unbeschadet des § 7 ist die Diplom-Vorprüfung bestanden, wenn unter Berücksichtigung der in § 13 geregelten Wiederholungsmöglichkeiten alle Prüfungen gemäß § 12 Abs. (2) bis (6) mit der Note "ausreichend" (4,0) oder besser bewertet wurden und wenn der Studierende durch Vorlage von Scheinen nachweist, daß er die Prüfungen in den propädeutischen Fächern gemäß § 12 Abs. (7) bestanden hat.

 

§ 15 Zeugnis

(1) Über die bestandene Diplom-Vorprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt. Es enthält die erreichten Fachnoten gemäß § 12 Abs. (1) sowie die Durchschnittsnote aller Prüfungen gemäß § 12 Abs. (2), gewichtet mit den jeweiligen Kreditpunkten. Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Dem Zeugnis wird eine Notenliste beigefügt, in der die Ergebnisse der Prüfungen gemäß § 12 Abs. (2) bis (7) einzeln aufgeführt sind.

(2) Ist die Diplom-Vorprüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, so erteilt der Prüfungsausschuß dem Studierenden hierüber einen schriftlichen Bescheid. Der Bescheid über die nicht bestandene Diplom-Vorprüfung wird mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen.

(3) Hat der Studierende die Diplom-Vorprüfung endgültig nicht bestanden, so wird ihm auf Antrag gegen Vorlage der Exmatrikulations-Bescheinigung oder gegen Nachweis des Studiengangwechsels eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungen und deren Noten sowie eine Angabe über die zum Bestehen der Diplom-Vorprüfung fehlenden Prüfungen enthält und erkennen läßt, daß die Diplom-Vorprüfung endgültig nicht bestanden ist.

III. Diplomprüfung

 

§ 16 Zulassung zur Diplomprüfung

(1) Der Antrag auf Zulassung zur Diplomprüfung ist zu stellen, wenn der Kandidat die erste Prüfung der Diplomprüfung abzulegen beabsichtigt.

(2) Zur Diplomprüfung kann nur zugelassen werden, wer

  1. das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder eine durch Rechtsvorschrift als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung besitzt;
  2. die Diplom-Vorprüfung im Studiengang Volkswirtschaftslehre an einer wissenschaftlichen Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes oder eine als gleichwertig anerkannte Prüfung bestanden hat. Über die Gleichwertigkeit entscheidet der Prüfungsausschuß.

(3) Ist die Diplom-Vorprüfung zu wesentlichen Teilen bestanden und ist zu erwarten, daß der Kandidat die noch fehlenden Prüfungen erfolgreich erbringen wird, so kann er unter Nachweis der bisher abgelegten Prüfungen die vorläufige Zulassung zur Diplomprüfung beantragen. Sie berechtigt zur Teilnahme an Prüfungen gemäß § 18 Abs. (2) Ziff. 1. Über den Antrag entscheidet der Prüfungsausschuß.

(4) Der Antrag auf Zulassung zur Diplomprüfung gem. Abs. (2) bzw. auf vorläufige Zulassung gem. Abs. (3) ist schriftlich beim Studienbüro innerhalb der bekanntgegebenen Frist zu stellen. Verspätete Anträge werden zurückgewiesen.

Dem Antrag sind beizufügen:

  1. ein ausgefüllter Personalbogen;
  2. eine Bescheinigung darüber, daß der Kandidat für das Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim immatrikuliert ist;
  3. die Nachweise über das Vorliegen der unter Abs. (2) bzw. Abs. (3) genannten Zulassungsvoraussetzungen.
  4. eine Erklärung darüber, ob und mit welchem Ergebnis sich der Studierende bereits einer Diplomprüfung oder vergleichbaren Prüfungen in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang unterzogen hat;
  5. eine Erklärung darüber, daß der Prüfungsanspruch im Hauptstudium derselben Fachrichtung nicht erloschen ist. Zu derselben Fachrichtung gehören die Hauptstudien in solchen Studiengängen, die die Prüfungen zum Diplom-Kaufmann, zum Diplom-Handelslehrer, zum Diplom-Ökonom und zum Diplom-Volkswirt sowie zu vergleichbaren wirtschaftswissenschaftlichen Abschlüssen enthalten.

(5) Ist es dem Studierenden nicht möglich, eine nach Abs. (2) Ziff. 1 erforderliche Unterlage in der vorgeschriebenen Weise beizufügen, so kann der Prüfungsausschuß gestatten, den Nachweis auf andere Art zu führen.

(6) Hochschulwechsler, die an einer anderen Universität oder gleichgestellten Hochschule die Diplomprüfung nicht bestanden haben, können nur zur Wiederholung der Diplomprüfung unter den Bedingungen dieser Prüfungsordnung zugelassen werden. Fehlversuche an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen werden angerechnet.

(7) Die (vorläufige) Zulassung wird versagt, wenn der Kandidat

  1. die Unterlagen gemäß Abs. (2) bzw. (3) und Abs. (4) nicht vollständig beibringt,
  2. den Prüfungsanspruch im Diplom-Studiengang Volkswirtschaftslehre verloren hat.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erteilt hierüber einen Bescheid, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist.

 

§ 17 Meldung und Zulassung zu den einzelnen Prüfungen

(1) Zusätzlich zum Antrag auf Zulassung gemäß § 16 erfordert die studienbegleitende Diplomprüfung für jede zu erbringende Prüfung eine gesonderte Anmeldung zur Prüfung (Meldung). Die Meldung ist nur innerhalb der durch Aushang bekanntgemachten Fristen möglich. Die erste Meldung kann nur nach Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 16 Abs. (2) oder Abs. (3) erfolgen.

(2) Bei der Meldung zur ersten Prüfung des Wahlbereichs gem. § 18 Abs. (2) Ziff. 2 ist der Nachweis der Beratung nach § 20 Abs. (3) vorzulegen.

(3) Der Meldung zur letzten Prüfung des Hauptstudiums sind mindestens zwei und maximal drei Seminarscheine aus den Lehreinheiten Volkswirtschaftslehre und Statistik beizufügen.

(4) Kandidatinnen geben bei der Anmeldung zur letzten Prüfung der Diplomprüfung eine Erklärung darüber ab, ob ihnen der Titel "Diplom-Volkswirtin" oder "Diplom-Volkswirt" verliehen werden soll.

 

§ 18 Art und Umfang der Diplomprüfung

(1) Die Diplomprüfung wird durch schriftliche Prüfungen, Seminarleistungen und die Diplomarbeit erbracht. Die Diplomprüfung umfaßt insgesamt mindestens 165 Kreditpunkte.

(2) Die Prüfungen gemäß Abs. (1) werden wie folgt mit Kreditpunkten belegt:

1. Pflichtbereich (60 KP)

a) Mikroökonomik III (7 KP)
b) Makroökonomik III (7 KP)
c) Theorie des internationalen Handels (7 KP)
d) Ökonometrie (7 KP)
e) Wirtschaftspolitik I (8 KP)
f) Wirtschaftspolitik II (8 KP)
g) Finanzwissenschaft I (8 KP)
h) Finanzwissenschaft II (8 KP)

2. Wahlbereich (mindestens 75 KP)

3. Diplomarbeit (30 KP)

(3) Der Wahlbereich nach Abs. 2 Ziff. 2 umfaßt inhaltlich unterschiedliche Vorlesungen und zugehörige Übungen sowie mindestens zwei Seminare nach Wahl des Kandidaten. Die inhaltliche Gleichheit der Lehrveranstaltungen wird im Zweifel durch den Prüfungsausschuß festgestellt. Durch Prüfungen müssen mindestens 75 Kreditpunkte erworben werden. Eine Summe von über 84 Kreditpunkten bedarf der Genehmigung des Prüfungsausschusses. Mindestens 38 Kreditpunkte müssen aus Veranstaltungen der Lehreinheiten Volkswirtschaftslehre und Statistik erworben werden. Weiterhin müssen mindestens 18 Kreditpunkte aus Veranstaltungen der betriebswirtschaftlichen Fakultät erworben werden. Weitere Kreditpunkte können außer in volks- und betriebswirtschaftlichen Veranstaltungen auch in Veranstaltungen aus folgenden Fächern erworben werden:

  • Wirtschaftsinformatik,
  • Rechtswissenschaft,
  • Soziologie,
  • Politische Wissenschaft,
  • Wirtschaftsgeographie,
  • Mathematik,
  • Psychologie,
  • Philosophie,
  • moderne Sprachen.

Sofern einzelne Veranstaltungen belegt werden können, zählen die erbrachten Prüfungen mit nach dem ECTS berechneten Kreditpunkten. Kann nur ein komplettes, noch nicht modularisiertes Fach studiert werden, werden hierfür 20 bis 28 Kreditpunkte angerechnet. Der Prüfungsausschuß kann auf Antrag ausnahmsweise ein anderes an der Universität Mannheim oder der Universität Heidelberg hinreichend vertretenes Fach zulassen.

 

§ 19 Prüfungen im Pflicht- und Wahlbereich

(1) Zu jeder Vorlesung der Lehreinheiten Volkswirtschaftslehre und Statistik des Pflicht- und Wahlbereichs gemäß § 18 Abs. (2) Ziff. 1 und 2 wird eine benotete schriftliche Prüfung mit einer einmaligen Wiederholungsprüfung angeboten. Die Dauer der Prüfung beträgt jeweils 45 Minuten pro Semesterwochenstunde der jeweiligen Vorlesung. Die erste Prüfung sollte am Anfang der auf die Vorlesung folgenden vorlesungsfreien Zeit, die Wiederholungsprüfung vor Beginn der Vorlesungen des darauffolgenden Semesters stattfinden. Zwischen Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse der ersten Prüfung und der Wiederholungsprüfung müssen mindestens vier Wochen liegen. Die Wiederholungsprüfung wird dem Semester zugerechnet, in dem die erste Prüfung stattfand.

(2) Die Teilnahme an der Wiederholungsprüfung ist verpflichtend, wenn eine Prüfung mit der Note "nicht ausreichend" bewertet wurde. Zur zweiten Wiederholung einer Prüfung gemäß Abs. (1) stehen für alle Prüfungen insgesamt sechs Versuche zur Verfügung, davon maximal vier Versuche in Prüfungen des Pflichtbereichs. Die Wiederholung einer bestandenen Prüfung ist nicht zulässig.

(3) Die schriftliche Prüfung nach Abs. (1) kann ganz oder in Teilen durch eine oder mehrere benotete Hausarbeit(en) und/oder einen oder mehrere benotete mündliche(n) Vortrag (Vorträge) und/oder eine Zwischenklausur ersetzt werden. In diesem Fall ergibt sich die Gesamtnote als Mittel aus allen Prüfungsleistungen. Die Entscheidung über die Art der (des) Leistungsnachweise(s) und die eventuelle Gewichtung der Prüfungsleistungen fällt der jeweilige Prüfer.

(4) Die Anmeldung zu Prüfungen des Wahlbereichs setzt grundsätzlich die erfolgreiche Prüfung in allen als Teilnahmevoraussetzung ausgewiesenen Veranstaltungen voraus. Abweichend kann im Einzelfall die Anmeldung zu einer Prüfung des Wahlbereichs in Absprache mit dem Prüfer erfolgen.

(5) Prüfungen, die nicht von den Lehreinheiten Volkswirtschaftslehre und Statistik angeboten werden, richten sich jeweils nach den einschlägigen Prüfungsregelungen der anbietenden Fakultät.

 

§ 20 Verpflichtende Studienberatung

(1) Spätestens zu Beginn des Semesters, in dem die ersten Veranstaltungen des Wahlbereichs besucht werden, ist eine Beratung über die beabsichtigte Veranstaltungskombination im Wahlbereich wahrzunehmen.

(2) Die Studierenden haben bei der Beratung die freie Wahl zwischen mindestens drei benannten Professoren oder promovierten wissenschaftlichen Mitarbeitern.

(3) Der Berater, im Zweifelsfall der Prüfungsausschuß, genehmigt die Veranstaltungskombination im Wahlbereich.

(4) Über die erfolgte erste Beratung wird eine Bescheinigung ausgestellt.

(5) Die Beratung soll im Jahresabstand in der Regel durch dieselbe Person einmal wiederholt werden.

 

§ 21 Diplomarbeit

(1) Zur Diplomarbeit ist eine schriftliche Meldung erforderlich. Bei der Meldung gibt der Kandidat an, in welchem der folgenden Fächer und bei welchem Prüfer er die Diplomarbeit schreiben will:

  • Volkswirtschaftslehre
  • Statistik
  • Ökonometrie
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte
  • Wirtschaftsinformatik
  • Soziologie
  • Politische Wissenschaft
  • Wirtschaftsgeographie.

(2) Die Meldung ist erst nach Bestehen der Prüfungen gemäß § 18 Abs. (2) Ziff. 1 zulässig.

(3) Der Prüfer gibt über den Prüfungsausschuß an den Kandidaten ein Thema aus dem von ihm gewählten Fach aus. Der Kandidat kann ein Thema vorschlagen. Die Ausgabe des Themas der Diplomarbeit sowie die Betreuung und Bewertung der Arbeit obliegt nur Professoren bzw. Hochschul- und Privatdozenten. Das Thema kann nur einmal und zwar innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden; die Diplomarbeit gilt in diesem Fall als nicht begonnen.

(4) Die Bearbeitungsdauer der Diplomarbeit beträgt ungeachtet der in Abs. (5) getroffenen Regelung 4 Monate. Thema, Aufgabenstellung und Umfang der Diplomarbeit sind vom Betreuer so zu begrenzen, daß die Frist zur Bearbeitung eingehalten werden kann. Die abgeschlossene Diplomarbeit ist beim Studienbüro fristgerecht in doppelter Ausfertigung einzureichen. Die Abgabefrist kann durch Einlieferung bei einem Postamt gegen Einlieferungsschein gewahrt werden. Der Zeitpunkt der Ausgabe und der Abgabe der Arbeit ist aktenkundig zu machen.

(5) In begründeten Ausnahmefällen kann der Prüfungsausschuß im Einzelfall auf Antrag des Kandidaten einen Aufschub für die Abgabe der Diplomarbeit gewähren, und zwar höchstens um zwei Monate. Der Antrag auf Fristverlängerung muß spätestens acht Tage vor Ablauf der Bearbeitungszeit gestellt werden und bedarf der Zustimmung des Betreuers der Diplomarbeit.

(6) Der Diplomarbeit ist ein Verzeichnis der benutzten Hilfsmittel sowie die schriftliche Versicherung beizufügen, daß die Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Quellen und Hilfsmittel angefertigt wurde, und daß alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß anderen Quellen entnommen sind, als solche gekennzeichnet wurden.

(7) Die Diplomarbeit ist von dem Prüfer, der das Thema der Arbeit vergibt, gemäß der in § 9 enthaltenen Bewertungsskala zu bewerten.

(8) Spätestens drei Monate nach Abgabe der Diplomarbeit soll dem Kandidaten mitgeteilt werden, mit welcher Note sie bewertet wurde.

(9) Die Diplomarbeit ist bestanden, wenn sie mindestens mit der Note "ausreichend" (4,0) bewertet wurde. Der Kandidat erhält für die bestandene Diplomarbeit 30 Kreditpunkte gutgeschrieben.

(10) Die Diplomarbeit kann nur einmal wiederholt werden. Bei der Wiederholung der Diplomarbeit wird ein neues Thema ausgegeben. Eine bestandene Diplomarbeit kann nicht wiederholt werden.

 

§ 22 Endgültiges Nichtbestehen der Diplomprüfung

Die gesamte Diplomprüfung ist endgültig nicht bestanden, wenn eine der Prüfungen oder die Diplomarbeit endgültig nicht bestanden ist.

 

§ 23 Ergebnis der Diplomprüfung

(1) Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn alle Prüfungen gemäß § 18 Abs. (2) Ziff. 1 und 2 und die Diplomarbeit gem. § 21 bestanden und damit die erforderlichen Kreditpunkte erworben sind.

(2) Die Gesamtnote der Diplomprüfung errechnet sich als mit den jeweiligen Kreditpunkten gewichtetes arithmetisches Mittel der ungerundeten Noten der einzelnen Prüfungen gem. § 18 Abs. (2).

(3) Bei überragenden Leistungen (Gesamtnote 1,0) wird das Gesamturteil "mit Auszeichnung bestanden" erteilt.

 

§ 24 Diplomzeugnis

(1) Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung wird eine Diplomurkunde ausgestellt, welche die Gesamtnote der Prüfung enthält.

(2) Mit dem Diplom wird ein Prüfungszeugnis ausgestellt, das die Gesamtnote der Diplomprüfung, das Thema, den Betreuer, die Kreditpunkte und die Note der Diplomarbeit sowie die erfolgreich besuchten Veranstaltungen, die jeweiligen Prüfer, Kreditpunkte und Noten der Prüfungen gem. § 18 Abs. (2) Ziff. 1 und 2 enthält. Auf Wunsch des Studierenden können geeignete Gruppierungen von Veranstaltungen als Fächer gemäß Studienplan ausgewiesen werden.

(3) Diplomurkunde und Prüfungszeugnis tragen das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfung erbracht worden ist. Sie werden von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, das Diplom außerdem vom Dekan unterzeichnet und mit dem Siegel der Fakultät versehen.

(4) Mit der Aushändigung des Diploms erhält der Kandidat das Recht, den akademischen Grad "Diplom-Volkswirt" bzw. "Diplom-Volkswirtin" (Dipl.-Volksw.) zu führen.

(5) Hat der Studierende die Diplomprüfung endgültig nicht bestanden, so wird ihm auf Antrag gegen Vorlage der Exmatrikulations-Bescheinigung oder Nachweis des Studienfachwechsels eine Bescheinigung ausgestellt, welche die erbrachten Prüfungen und deren Noten sowie eine Angabe über die noch fehlenden Prüfungen enthält und erkennen läßt, daß die Diplomprüfung endgültig nicht bestanden ist.

IV. Schlussbestimmungen

 

§25 Ungültigkeit der Diplom-Vorprüfung und der Diplomprüfung

(1) Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuß nachträglich die betroffenen Noten entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne daß der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so entscheidet der Prüfungsausschuß.

(3) Dem Kandidaten wird vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung gegeben.

(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erstellen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschung für "nicht bestanden" erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Abs. (1) und Abs. (2) Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.

 

§ 26 Einsicht in die Prüfungsakten

Innerhalb eines Jahres nach Abschluß des Prüfungsverfahrens wird dem Kandidaten auf Antrag in angemessener Frist Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfer und in die Prüfungsprotokolle gewährt.

 

§ 27 Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen

(1) Diese Prüfungsordnung tritt am 30. September 2001 in Kraft. Zugleich tritt die bisherige Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Volkswirtschaftslehre der Universität Mannheim vom 30. September 1996 (Amtsblatt W., F. und K. 1997, S. 12) nach Maßgabe der folgenden Absätze außer Kraft.

(2) Bereits eingeschriebene Studierende dieses Studiengangs im Grundstudium können unter Beachtung der Prüfungsfristen gem. § 3 auf Antrag die Diplom-Vorprüfung bis zum Sommersemester 2004 nach der Prüfungsordnung vom 30. September 1996 ablegen.

(3) Eingeschriebene Studierende dieses Studiengangs im Hauptstudium können auf Antrag die Diplomprüfung bis zum Sommersemester 2005 nach der Prüfungsordnung vom 30. September 1996 ablegen.

(4) Der Antrag nach Abs. (2) und (3) ist bei der nächstmöglichen Meldung zur Prüfung nach Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung zu stellen.

Genehmigt und ausgefertigt:

Mannheim, den 16. Mai 2001

gez. Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Frankenberg
Rektor

 

 

 

2. Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung der Universität Mannheim
für den Diplom-Studiengang Volkswirtschaftslehre

vom 22.11.2005


Auf Grund des § 34 Abs. 1 des Landeshochschulgesetzes (LHG) hat der Senat der Universität Mannheim am 2. November 2005 die nachstehende Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung für den Diplom-Studiengang Volkswirtschaftslehre beschlossen. Der Rektor hat der Änderung zugestimmt am 22.11.2005.

 

Artikel 1

Die Prüfungsordnung der Universität Mannheim für den Diplomstudiengang Volkswirtschaftslehre vom 16.02.2001 (Bek. des Rektorats 15/2001, Seite 7) in der Fassung der Änderung vom 20. Februar 2003 (Bek. des Rektorats 04/2003, Seite 7) wird wie folgt geändert:

 

1.  § 12 Abs. 2 wird wie folgt neu gefasst:

"(2) Die in Abs. (1) genannten Fächer umfassen die folgenden Prüfungen, denen  die in Klammern angegebenen Kreditpunkte (KP) zugeordnet sind:

1. Grundzüge der Volkswirtschaftslehre
 a) Grundlagen der Volkswirtschaftslehre (8 KP)
 b) Mikroökonomik A (8 KP)
 c) Makroökonomik A (8 KP)
 d) Empirische Volkswirtschaftslehre (6 KP)
 e) optional: Einführung in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte (6 KP)"

 

  
2. § 12 Abs. 3 wird wie folgt neu gefasst:

"Die Prüfungen im Fach Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, Buchstabe a) bis c) bestehen aus Klausurarbeiten von jeweils 120 Minuten Dauer. Die Prüfungen im Fach Grundzüge der Volkswirtschaftslehre Buchstabe d) und e) bestehen aus Klausarbeiten von jeweils 90 Minuten Dauer. Die erste Klausurarbeit gemäß Buchstabe a) bis e) soll jeweils am Anfang der auf die Vorlesung folgenden vorlesungsfreien Zeit, die Wiederholungsklausur vor Beginn der Vorlesungen des darauf folgenden Semesters stattfinden. Zwischen Bekanntgabe des Ergebnisses der ersten Klausurarbeit und der Wiederholungsklausur müssen mindestens vier Wochen liegen. Die Wiederholungsklausur ist dem Semester zuzurechnen, in dem die erste Abschlussprüfung stattfand."
 

  

3. § 18 Abs. 2 wird wie folgt gefasst:

"§ 18 Art und Umfang der Diplomprüfung

(2) Die Prüfungen gemäß Abs. (1) werden wie folgt mit Kreditpunkten belegt:

 1. Pflichtbereich (60 KP)
 a) Mikroökonomik B (7 KP)
 b) Makroökonomik B (7 KP)
 c) Theorie des internationalen Handels (7 KP)
 d) Ökonometrie (7 KP)
 e) Wirtschaftspolitik I (8 KP)
 f) Wirtschaftspolitik II (8 KP)
 g) Finanzwissenschaft I (8 KP)
 h) Finanzwissenschaft II (8 KP)

2. Wahlbereich (mindestens 75 KP)

3. Diplomarbeit (30 KP)"

 

  
4. § 19 Abs. 3 wird wie folgt neu gefasst:

"Die schriftliche Prüfung nach Abs. 1 kann - für alle Kandidaten in der selben Form - ganz oder in Teilen durch eine oder mehrere benotete Hausarbeiten und/oder einen oder mehrere benotete mündliche Vorträge und/oder eine Zwischenklausur und/oder eine mündliche Abschlussprüfung ersetzt werden. In diesem Fall ergibt sich die Gesamtnote als Mittel aus allen Prüfungsleistungen. Die Entscheidung über die Art der Leistungsnachweise und die eventuelle Gewichtung der Prüfungsleistungen fällt der jeweilige Prüfer."

 


Artikel 2

Diese Änderungssatzung tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 2005 in Kraft.

 

 

 

 

3. Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung der Universität Mannheim
für den Diplom-Studiengang Volkswirtschaftslehre

vom 21.7.2006


Auf Grund des § 34 Abs. 1 des Landeshochschulgesetzes (LHG) hat der Senat der Universität Mannheim am 19. Juli 2006 die nachstehende Änderungssatzung beschlossen, der der Rektor zugestimmt hat.

 

Artikel 1

Die Prüfungsordnung der Universität Mannheim für den Diplom-Studiengang Volkswirtschaftslehre vom 16.02.2001 (Bek. des Rektorats 15/2001, Seite 7) in der Fassung der Änderung vom 22. November 2005 (Bek. des Rektorats 20/2005, Seite 22) wird wie folgt geändert.

 

§ 19 Abs. 1 Blatt 4 wird wie folgt neu gefasst:

"Zwischen Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse der ersten Prüfung und der Wiederholungsprüfung sollen mindestens vier Wochen liegen; anlässlich der Semesterumstellung im Sommer 2006 kann der Zeitraum auf zwei Wochen verkürzt werden."

 

Artikel 2

Diese Änderungssatzung tritt mit Wirkung vom 24. Juli 2006 in Kraft.

 

 

 

4. Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung der Universität Mannheim für den Diplom-Studiengang Volkswirtschaftslehre

vom 21.12.2007

Auf Grund des § 34 Abs. 1 des Landeshochschulgesetzes (LHG) hat der Senat der Universität Mannheim am 5. Dezember 2007 die nachstehende Änderungssatzung beschlossen, der der Rektor zugestimmt hat.

 

Artikel 1

§ 8 Absatz 4 wird zu Absatz 5; als Absatz 4 wird wie folgt eingefügt:

(4) Versucht der Kandidat, die Anerkennung von auswärtig erbrachten Studienleistungen durch unrichtige Angaben zu erwirken, so wird die durch die Anerkennung zu ersetzende Prüfungsleistung mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. Bei Pflichtveranstaltungen muss die zu ersetzende Prüfungsleistung zum nächstmöglichen Termin in Mannheim erbracht werden. Bei Wahlveranstaltungen wird der Täuschungsversuch im Prüfungszeugnis vermerkt.

 

Artikel 2

Diese Änderungssatzung tritt mit Wirkung vom 21. Dezember 2007 in Kraft.

   

5. Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung der Universität Mannheim für den Diplomstudiengang Volkswirtschaftslehre

vom 11. Juni 2008           

Aufgrund des § 34 Abs. 1 Landeshochschulgesetz (LHG) vom 1. Januar 2005 (GBl. S. 1) i.d.F. vom 24.11.2007 (GBl. 2007 S. 505 ff.) hat der Senat der Universität Mannheim am 23. April 2008 die nachstehende Änderung der Prüfungsordnung der Universität Mannheim für den Diplomstudiengang Volkswirtschaftslehre in der Fassung der 4. Änderungssatzung vom 5. Dezember 2007 (Bek. des Rektorats Nr. 37/2007 S. 7), mit Fortgeltung für die noch eingeschriebenen Studierenden, außer Kraft gesetzt durch die Prüfungsordnung für den volkswirtschaftlichen Bachelorstudiengang an der Universität Mannheim vom 22. März 2006 (Bek. des Rektorats Nr. 06/2006 S. 9), beschlossen. Der Rektor hat der Änderung zugestimmt am 11. Juni 2008.


Artikel 1

1. § 3 Absatz 5 wird aufgehoben; der bisherige Absatz 6 wird zu Absatz 5.

2. § 12 wird um den folgenden Absatz 9 erweitert:

„(9) Schriftliche Prüfungen können ganz oder teilweise im Antwort-Wahl-Verfahren durchgeführt werden. Die Prüfungsaufgaben müssen zuverlässige Prüfungsergebnisse ermöglichen. Bei der Aufstellung der Aufgaben ist festzulegen, welche Antworten als zutreffend anerkannt werden, und die Punktverteilung zu bestimmen. Stellt sich bei der Auswertung der Prüfung heraus, dass bei einzelnen Aufgaben kein zuverlässiges Prüfungsergebnis ermittelt werden kann, sind diese bei der Feststellung des Prüfungsergebnisses nicht zu berücksichtigen. Die Bestehensgrenze mindert sich entsprechend; die Minderung darf sich nicht zum Nachteil eines Kandidaten auswirken. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn der Kandidat insgesamt mindestens den vor der Prüfung bekannt gegebenen Prozentwert der möglichen Punkte erreicht hat (Bestehensgrenze); die Prüfung gilt bei Nicht-Erreichen der Bestehensgrenze auch dann als bestanden, wenn der Kandidat zu dem vor der Prüfung bekannt gegebenen Prozentsatz der leistungsbesten Kandidaten gehört, die die Prüfung mindestens bestehen werden (Bestehensquote; Bestehensquote + Durchfallquote = 100%). Wird die Prüfung nur teilweise im Antwort-Wahl-Verfahren durchgeführt, gelten die Vorschriften dieses Absatzes für diesen Teil entsprechend.“


3. § 13 Absatz 3 wird um den folgenden Satz 2 erweitert:

„Fehlversuche aus der Diplom-Vorprüfung nach der bis zum 30. September 2005 geltenden Fassung dieser Prüfungsordnung sind ebenfalls anzurechnen.“


4. § 19 Absatz 1 Satz 1 wird wie folgt gefasst:

„Zu jeder Vorlesung der Lehreinheiten Volkswirtschaftslehre und Statistik des Pflicht- und Wahlbereichs gemäß § 18 Abs. (2) Ziff. 1 und 2 wird eine benotete, grundsätzlich schriftliche Prüfung mit einer einmaligen Wiederholungsprüfung angeboten.“


5. § 19 Absatz 3 wird neu eingefügt, der bisherige Absatz 3 wird Absatz 4:

„Fehlversuche aus der Diplomprüfung nach der bis zum 30. September 2005 geltenden Fassung dieser Prüfungsordnung sind anzurechnen.“


6. § 19 Absatz 5 wird neu eingefügt, die nachfolgenden Absätze entsprechend umbenannt:

„Die schriftlichen Prüfungen nach Abs. 1 können ganz oder teilweise im Antwort-Wahl-Verfahren nach Maßgabe des § 12 Abs. 9 durchgeführt werden.“

 

Artikel 2

Diese Änderungssatzung tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 


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