Das Mannheimer VWL-Bachelorstudium aus der Sicht unserer ersten Absolvent(inn)en (2420) 27-03-17 09:21

Das Mannheimer VWL-Bachelorstudium aus der Sicht unserer ersten Absolvent(inn)en

Wir haben einigen unserer ersten Absolventinnen und Absolventen nach Abschluss ihres Studiums die nachfolgend aufgeführten Fragen gestellt. Die Antworten darauf präsentieren wir Ihnen im Anschluss (einige Studierende hatten uns gebeten, auch ihren Vornamen nicht zu nennen, so dass wir dort vollständig Initialen verwendet haben):

Warum haben Sie sich für ein Studium der VWL an der Universität Mannheim entschieden? Welche Erwartungen hatten Sie und haben sich diese erfüllt?

Stefan L.:

Die Entscheidung fiel bewusst für das Fach Volkswirtschaftslehre und für die Universität Mannheim. Das Studienfach ergab sich aus dem generellen Interesse an wirtschaftlichen Fragestellungen wie Arbeitslosigkeit, Armutsbekämpfung oder Internationaler Handel. Nachdem ich schließlich wusste, was ich studieren möchte, habe ich nach der besten deutschen Universität hierfür gesucht. Zwar sollten Rankings stets kritisch betrachtet werden, doch darf man Mannheim ohne Zweifel zu den führenden Adressen im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich zählen.

Mit dem Studium wollte ich in erster Linie ein besseres Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge erlangen. Zudem fand ich es interessant, neue Leute kennen zu lernen, mit ihnen zu diskutieren und natürlich auch das Studentenleben zu genießen.

 

T. B.:

Ich habe mich hauptsächlich an den Rankings orientiert, die in dem Jahr erschienen waren, als ich mich beworben habe. Obwohl ich mir dessen bewusst war, dass Rankings nicht unbedingt sehr aussagekräftig sein müssen, habe ich dennoch gehofft, dass die fünf grünen Punkte viele interessierte und ambitionierte Studenten anziehen würden. Meine Erwartungen diesbezüglich wurden definitiv übertroffen.

 

Andreas B.:

Wichtige Kriterien für die Entscheidung für Mannheim waren außer der hohen Qualität der volkswirtschaftlichen Forschung und Lehre das anspruchsvoll strukturierte Bachelor-Programm, die ebenfalls hohe Qualität der betriebswirtschaftlichen Teile der Ausbildung und die hervorragenden Kontakte zu ausländischen Spitzenfakultäten. Meine Erwartungen hinsichtlich dieser Kriterien wurden vollumfänglich erfüllt.

 

Philipp K.

Ich hatte mich bei der Wahl der Universität an Bewertungen in Rankings, Erfahrungsberichten von einzelnen Studierenden an ein paar Unis und an Informationen über Aufbau und Struktur des Studienganges orientiert. Wichtig waren mir eine qualitativ hochwertige Ausbildung in VWL, ein breites Spezialisierungsangebot und gute Austauschmöglichkeiten. Insgesamt bin ich durchaus zufrieden.

 

Anna H.  

Für das Studienfach Volkswirtschaftslehre habe ich mich wegen meines ausgeprägten Interesses an wirtschaftlichen Zusammenhängen, Mathematik und Statistik entschieden. Die Bedeutung mathematischer und statistischer Methoden in diesem Fachgebiet wurde auch im gesamten Studienverlauf deutlich, was letztlich meine Erwartungen bestätigte und meine Studienentscheidung bestärkte. Für meine Universitätswahl spielte der ausgezeichnete Ruf der Universität Mannheim und der Abteilung Volkswirtschaftslehre eine sehr große Rolle.

 

S. V.:

Der gute Ruf der Universität Mannheim für das Studienfach VWL hat mich in meiner Entscheidung für ein Studium an dieser Universität bestärkt. Erwartet habe ich ein theoretisch fundiertes VWL-Studium mit weitgefächerten Wahlmöglichkeiten in der Spezialisierungsphase, was sich grundsätzlich erfüllt hat. In meinem Auslandssemester, im 5. Semester, konnte ich die positive Erfahrung machen Masterkurse mit dem erlernten Wissen aus der Grundlagenphase problemlos belegen und absolvieren zu können.

 

Uwe T.:

Ein Studium der VWL wählte ich aus einem Interesse an Politik heraus und der Vorstellung, nach einem VWL-Studium zahlreiche Politikmaßnahmen letztlich besser bewerten zu können, als mir das andere sozialwissenschaftliche Studiengänge ermöglicht hätten. Meine Entscheidung für die Universitität Mannheim gründete sich in erster Linie auf den herausragenden Resultaten dieser Uni im damaligen CHE-Studienranking.

 

Jan M.:

Mannheim bot mir die intensivste Ausbildung in VWL. Ich wollte keinen Bindestrich-Studiengang belegen, um dann nach dem Bachelor in zwei oder drei Disziplinen nur über Grundlagenwissen zu verfügen. In Mannheim war es möglich den Fokus der sechs Semester voll auf VWL zu legen und auf diese Weise in der Tiefe der Ausbildung nah an den früheren Diplomstudiengang zu rücken. Von Schmalspur-Bachelor kann daher keine Rede sein.

Ich hatte erwartet, dass die VWL eine relativ technische Disziplin ist, zu deren Werkzeug auch mathematische Methoden und Modelle gehören. Jedoch war ich mir nicht bewusst gewesen, dass die VWL-Abteilung in Mannheim eine der „technischeren“  VWL-Fakultäten in Deutschland ist. Wenn ich heute wieder auswählen müsste, wäre dies sicher ein weiteres Argument für die Universität Mannheim. Denn obschon die Sprache der Mathematik vereinfachen und abstrahieren muss, bietet sie doch oft Einblicke, die über das hinausgehen was die Intuition und was rein logische Argumente erreichen können.

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Konnten Sie trotz oder gerade wegen der bekanntermaßen hohen Ansprüche der Universität Mannheim Erfolgserlebnisse für sich verbuchen? Gibt es eines, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Andreas B.:

Der in der Tat recht hohe Anspruch an die Studenten sorgt dafür, dass es relativ frühzeitig möglich ist, Originalartikel aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu verstehen. Das alleine ist Erfolgserlebnis genug. Aber auch mit meinen Klausurergebnissen war ich meistens sehr zufrieden. Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist mir ein äußerst abstraktes und interessantes wirtschaftspolitisches Seminar, in dem angemessene Leistung dann aber auch entsprechend dem Schwierigkeitsgrad der Veranstaltung honoriert wurde. 

 

T. B.:

Gerade am Anfang des Studiums fand ich es schwierig, die gesamte Stoffmenge eines Semesters (rechtzeitig) zu bewältigen. Man gewöhnt sich aber schnell daran und ich würde nicht sagen, dass die Ansprüche in Mannheim bezüglich der Schwierigkeit des Stoffes zu hoch waren. Die Herausforderung besteht eher darin die Menge zu bewältigen, was aber sicherlich an jeder anderen anspruchsvollen Universität auch der Fall ist. Im Vergleich zu anderen deutschen Universitäten mag der Aufwand an der Universität Mannheim zwar größer gewesen sein, aber wir wurden dadurch auch gut auf weiterführende Masterstudiengänge vorbereitet. Ich würde sagen, dass ich gerade wegen der höheren Ansprüche in Mannheim gelernt habe, meine Zeit besser zu organisieren und strukturierter zu arbeiten. Auch die Motivation, sich näher mit einem Thema auseinander zu setzen, ist natürlich höher, wenn man weiß, dass auch mehr erwartet wird.

 

Anna H.  

Ein besonderes Erfolgserlebnis war sicherlich, dass man gerade in der letzten Phase des Bachelorstudiums bereits in der Lage war, anspruchsvolle wissenschaftliche Literatur zu verstehen, anzuwenden und auch kritisch zu hinterfragen. Dies wurde mir vor allem bei der Anfertigung von Seminar- und Bachelorarbeit bewusst.

 

Stefan L.:

Aus meiner Sicht sind hohe Ansprüche im Rückblick immer ein Gewinn, weil sie Studenten zu Höchstleistungen zwingen. Dies ist in mancher Prüfungsphase sicherlich hart, aber die Freude über den erfolgreichen Studienabschluss sowie dessen Wert auf dem Arbeitsmarkt sind sehr hoch. Als ich nach rund fünf Semestern vorzeitig meine Bachelorurkunde erhielt, hatte sich viel Arbeit bezahlt gemacht.

 

S. V.:

Ein Erfolgserlebnis hat sich meist nach gut absolvierten Klausuren, aber auch in weiterführenden Vorlesungen, in denen das zuvor erlernte Fachwissen angewendet werden konnte, eingestellt. Viel Spaß hat zudem das gemeinsame Lernen in Lerngruppen gemacht.

 

Uwe T.:

Meine Seminararbeit, die ich an der Universität Kopenhagen für ein Master-Seminar in Spieltheorie verfasst habe, wurde in Kopenhagen für den McKinsey-Preis nominiert, der an herausragende Arbeiten von Studenten des Masterprogramms vergeben wird. Dies war insofern ein besonderes Erfolgserlebnis für mich, da es sich um meine erste eigenständige wissenschaftliche Arbeit handelte.

 

Jan M.:

Hohe Ansprüche sollten nicht als Problem oder Bürde empfunden werden, sondern als eine unvergleichliche Chance für die Studenten. Ich denke, dass gerade wegen der hohen Ansprüche viele herausragende Studenten nach Mannheim kamen und in den drei Jahren eine interessierte, kritische, produktive und engagierte Gemeinschaft bildeten. Für mich war dies die beste Erfahrung, die ich aus Mannheim mitnehme.

 

Philipp K.

Anspruchsvolle Kurse bieten mehr Anreize, sich mit der Materie ausführlicher auseinanderzusetzen, was der Motivation prinzipiell dienlich ist. Der Zugang zu Fachartikeln fällt leichter und ist früher möglich.

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Was hat Ihnen an der Universität Mannheim besonders gefallen?

 

Uwe T.:

Die Studienbedingungen an der Universität Mannheim sind exzellent. Lehrmaterialien sind über das Online-System sehr gut erreichbar, die Bibliotheken sind hervorragend ausgestattet und bieten eine angenehme Studienumgebung und bei Studienfragen findet sich schnell ein Ansprechpartner. Die Qualität der Lehre schwankt zwar zwischen einzelnen Veranstaltungen, ist aber meist gut bis sehr gut. Die Nähe zu erstklassigen Wirtschaftsforschungsinstituten bietet zudem Möglichkeiten für interessante Studienjobs. Besonders gefallen hat mir aber, dass die Uni Mannheim motivierte, interessierte und interessante Studierende anzieht, die ein Studium in Mannheim sehr bereichern.

 

T. B.:

Mir hat Vieles an der Universität Mannheim sehr gut gefallen. Das Studium war insgesamt sehr interessant, auch wenn es manchmal gerade zu Anfang längere Durststrecken gab, weil nicht unbedingt jedes Fach besonders spannend ist. Wenn man dann aber im Wahlbereich die Möglichkeit hat, seine Kurse selbst zusammen zu stellen, beschäftigt man sich mit Themen, die einen wirklich interessieren. Man hat auch  im Gegensatz zu manchen anderen Universitäten keine Anwesenheitspflicht in den meisten Veranstaltungen, was einem die Möglichkeit gibt, seine Zeit selbst zu gestalten. Des Weiteren fand ich es gut, dass wir die Möglichkeit dazu bekommen haben, ein Semester im Ausland zu verbringen. Die Austauschabkommen sind sehr gut und ich würde jedem empfehlen, an einem teilzunehmen.


Stefan L.:

Die freie Kurswahl im kompletten dritten Studienjahr, welche die Fokussierung auf die eigenen Interessen ermöglicht. Zudem sind die Kursgrößen nach Abschluss der Grundausbildung fast durchgängig sehr klein, was es ermöglicht direkt mit den Professoren zu diskutieren.

 

Anna H.  

In fachlicher Hinsicht ist es eine große Bereicherung, an einer Universität mit einer sehr großen und renommierten Abteilung für Volkswirtschaftslehre zu studieren. Über die Abteilung VWL hinausgehend schätze ich insgesamt an der Universität Mannheim die sehr gute Ausstattung (bspw. Bibliotheken, Hörsäle, ...).

 

Philipp K.

Besonders gut gefallen haben mir die Bibliothek, die Qualität der Kurse ausgewählter Dozenten, die zentrale Lage der Universität, die guten Austauschbeziehungen mit Partneruniversitäten weltweit sowie die solide volkswirtschaftliche Ausbildung.

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Wie haben Sie die vielfältigen Angebote wie z.B. Fremdsprachenkurse, Studenteninitiativen oder Unisport nutzen können?

T. B.:

Man hat neben dem Studium definitiv noch genug Zeit, um sich mit Sport- oder Sprachkursen und Studenteninitiativen zu beschäftigen. Vor allem ist es eine gute Möglichkeit, neue Leute kennen zu lernen. Ich war in der Fachschaft VWL aktiv – schaut da unbedingt mal vorbei, wenn ihr in Mannheim anfangen solltet zu studieren. Außerdem habe ich auch in jedem Semester einen Sprachkurs belegt. Es gibt ein sehr großes Angebot. Ich fand das immer eine willkommene Abwechslung zwischen den ganzen wirtschaftswissenschaftlichen Fächern.

 

Uwe T.:

Ich habe mehrere Sprachkurse belegt und einige Unisportangebote genutzt. Insgesamt würde ich sowohl das Sprachen- als auch das Sportangebot als umfangreich bezeichnen.

 

Anna H.:

Insbesondere das Angebot an Sprachkursen sehe ich als gute Ergänzung des VWL-Studiums. Ich selbst habe mehrere Sprachkurse während des Bachelorstudiums belegt und fand diese insgesamt stets sehr gelungen. Das vielseitige Unisport-Angebot bietet darüber hinaus sehr gute Ausgleichsmöglichkeiten.

 

S. V.:

Ich habe mich zu Beginn meines Studiums für eine Sprache entschieden und konnte dann in den folgenden Semestern aufbauende Kurse belegen.  

 

Andreas B.:

Trotz der anspruchsvollen und zeitintensiven Ausbildung bleibt bei ausreichender Organisation und Selbstdisziplin ausreichend Raum für Freizeitaktivitäten, auch im Rahmen des Universitätsangebots. Ich persönlich habe neben politischem Engagement in der Liberalen Hochschulgruppe und dem Allgemeinen Studierendenausschuss insbesondere meine Zeit in der Mannheim Debating Union, dem Debattierclub der Universität, genossen. 

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Haben Sie ein oder mehrere Semester im Ausland verbracht? Wenn ja, wie waren Ihre Erfahrungen?

Andreas B.:

Ich habe das fünfte Semester des Bachelor-Studiums im Master-Programm der Universität Kopenhagen verbracht, außerdem bin ich gerade für ein Jahr Gaststudent im Doktorandenprogramm der University of California, Berkeley. Die Auslandskontakte der Abteilung VWL der Universität Mannheim sind ausgezeichnet. Die Plätze werden nach Leistung im Mannheimer Bachelor-Programm vergeben. Meine Erfahrungen in Dänemark und den USA waren ausschließlich positiv. Ich empfehle jedem, dem sich die Chance bietet, unbedingt mindestens ein Semester an einer der Partnerfakultäten zu studieren.   

 

Stefan L.:

Durch die verkürzte Studiendauer auf fünf Semester war es mir leider nicht möglich, für ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen. Dies werde ich jedoch im Master-Studium nachholen.

 

Philipp K.:

Ich habe mein 5. Semester an der Queen’s University in Kanada verbracht, was eine sehr interessante und bereichernde Erfahrung war. Die Anerkennung der Kurse verlief unproblematisch, und an der Queen’s University konnte ich ein paar interessante Kurse absolvieren.

 

S. V.:

Im Rahmen des ERASMUS-Austauchprogrammes habe ich ein Semester im Ausland verbracht und bin sehr froh über diese Erfahrung. Aufgrund der guten Organisation seitens der Universität Mannheim gab es keine Probleme bei der Kursanrechnung, sodass ich mein Studium in der vorgesehenen Zeit von 6 Semestern absolvieren konnte. An der University of Copenhagen wurde ich sehr freundlich empfangen, gut betreut und konnte aus einem vielseitigen Kursangebot auswählen. Auch für die Freizeitgestaltung wurden einige Möglichkeiten von der Universität angeboten. Ich kann jedem Studenten nur empfehlen die Möglichkeit eines Auslandssemesters zu nutzen.

 

Jan M.:

Ich konnte von dem Erasmus-Austausch mit der Universität Toulouse (Frankreich) profitieren. Die Bewerbung über die VWL-Abteilung hier in Mannheim war unkompliziert und die Anerkennung der Kurse verlief problemlos. In akademischer Hinsicht war es für mich eine wichtige Bereicherung, denn ich konnte auf hohem Niveau einige mir bis dahin unbekannte Spezialgebiete der VWL kennen lernen. Außerdem brachte das Leben in Frankreich auch vielfältige persönliche Erfahrungen mit sich. Jedoch: das Auslandssemester ist kein Pausensemester und ich musste ebenso viele Kurse belegen wie in Mannheim. Für die Mannheimer VWL-Studenten stehen eine große Zahl an Austauschplätzen zur Verfügung; sicher ein weiterer Grund sich hier zu bewerben.

 

Uwe T.:

Ich habe das fünfte Semester im Rahmen des ERASMUS-Programms an der Universität Kopenhagen verbracht. Die Organisation des Auslandsaufenthaltes lief problemlos, sowohl was die Betreuung durch die Uni Mannheim, als auch durch die Kopenhagener Uni betrifft. Die Anrechnung meiner im Ausland erbrachten Studienleistungen verlief ebenfalls reibungslos. Ich habe von meinem Auslandsaufenthalt fachlich profitiert, da ich interessante Kurse belegen konnte, die an der Uni Mannheim nicht angeboten wurden. Insbesondere das Verfassen einer Arbeit für ein Master-Seminar war eine Herausforderung. Auch persönlich hat mich meine Zeit in Kopenhagen bereichert.

 

T. B.:

Mein Erasmus-Semester an der Universität Kopenhagen war aus vielen unterschiedlichen Gründen ein sehr schönes und ereignisreiches Semester, an das ich mich noch lange Zeit mit Freude zurück erinnern werde. Kopenhagen ist nicht nur an sich eine wunderschöne Stadt – sondern auch eine wunderbare Stadt zum Studieren. Die Universität hat international im Bereich der VWL auch einen sehr guten Ruf und das Studium dort war interessant und anspruchsvoll. Es werden sehr viele Veranstaltungen auf englisch angeboten und man hat eine sehr große Kursauswahl.

Darüber hinaus hat mir die internationale Atmosphäre besonders gut gefallen. Nicht nur während der Veranstaltungen sondern beispielsweise auch beim International Café im „Studenterhuset“ hatte man die Möglichkeit, mit vielen anderen Studenten aus aller Welt zusammen zu kommen.

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Haben Sie ein Beifach zur VWL gewählt? Wenn ja, wie hat es Ihr Studium bereichert?

Jan M.:

Obwohl ich kein Beifach belegt habe, war ich bestrebt das breite akademische Angebot der Universität wahrzunehmen. Als Gasthörer nahm ich an Kursen in Politikwissenschaft und in Mathematik teil. Obwohl ein Analysis-Kurs an der Fakultät für Mathematik auch für die VWL-Ausbildung sehr nützlich ist, so war doch der eigentliche Wert für mich viel größer. Ich lernte nämlich die Eleganz der Mathematik kennen: präzise Argumente formulieren ohne auszuschweifen, klare Schlüsse ziehen. Zudem waren die Probleme oft kniffliger als in der VWL, erforderten Gruppenarbeit und lehrten mich geduldig und stetig auf ein Ziel hinzuarbeiten.

 

Uwe T.:

Ich habe das Beifach Soziologie gewählt und bin im Nachhinein sehr froh über diese Entscheidung. Die Vorlesungen in Soziologie erweiterten meinen Blick auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Phänomene und erlauben es mir, die Modelle und Methoden der VWL umfassender beurteilen zu können. Ich bin überzeugt, dass sich VWL und Soziologie gegenseitig befruchten können.

 

T. B.:

Nein, ich hatte kein Beifach.

 

Stefan L.:

Ja, ich habe als Beifach Politikwissenschaft gewählt. Dies stellt meines Erachtens eine sehr gute Ergänzung zur volkswirtschaftlichen Ausbildung dar. Während die VWL regelmäßig wirtschaftspolitische Maßnahmen entwirft, stellt man sich in der Politikwissenschaft die Frage, warum deren Implementierung bisweilen nur beschränkt realisierbar ist.

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Inwiefern konnten Sie von dem breiten Wahlbereich der Abteilung VWL profitieren?

Stefan L.:

Der Wahlbereich ermöglicht es den Studenten schon im dritten Studienjahr klare Schwerpunkte festzulegen. Durch die große Auswahl an der Universität Mannheim konnte ich mich auf Themen wie Arbeitsmarktpolitik sowie Internationaler Handel konzentrieren. Aus meiner Sicht ist es stets sehr motivierend, exakt das studieren zu können, was man selbst möchte.

 

Anna H.:

Ich persönlich habe sehr vom Wahlbereich profitiert, da ich durch meine Fächerwahl meine eigenen Interessen vertiefen und ausweiten konnte.

 

Philipp K.:

Von dem Wahlbereich konnte ich letztlich leider nur begrenzt profitieren, weil ich mein fünftes Semester im Ausland verbracht habe. Ein paar Kurse konnte ich dennoch im verbleibenden sechsten Semester wählen, was einige interessante Spezialisierungsmöglichkeiten erlaubt.

 

Uwe T.:

Durch mein Beifachstudium in Soziologie und meinen Auslandsaufenthalt habe ich vom umfangreichen Wahlbereich der VWL in Mannheim kaum profitieren können. Die Veranstaltungen die ich belegte bewerte ich als positiv.

 

T. B.:

Da ich mein fünftes Semester an der Universität Kopenhagen verbracht habe, konnte ich von dem Wahlbereich in Mannheim nur zum Teil profitieren. Nach meiner Rückkehr habe ich zwei Wahlfächer belegt, die sehr interessant und hilfreich für meine Abschlussarbeit waren. Dadurch dass ich aber auch in Kopenhagen von dem Angebot profitieren konnte, hatte ich nicht das Gefühl, dass ich nicht genug Wahloptionen hatte.

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Welchen Tipp würden Sie Studienanfängern im Mannheimer Bachelorstudiengang geben?

Jan M.:

Zuerst würde ich mich von hohen Erwartungen oder Anforderungen nicht abschrecken lassen. Das Studium ist gut zu schaffen und auf jeden Fall eine bereichernde intellektuelle Erfahrung. Mein Fazit ist, dass ich über die sechs Semester ungefähr gleich viel für die Kurse gearbeitet habe; gelernt habe ich aber im zweiten und dritten Jahr deutlich mehr. Es ist ohne Zweifel sehr wichtig (besser: unausweichlich) die mathematischen Grundlagen der ersten Semester zu verstehen und zu durchdringen, aber viele Studenten könnten dies sicher auch mit weniger Lernaufwand erreichen. Ich würde mir meine Zeit heute anders einteilen.


Andreas B.:

Selbstdisziplin ist vom ersten Tag des Semesters an angebracht. Wer rechtzeitig mit der Arbeit anfängt, dreht später während der konkreten Prüfungsvorbereitung nicht durch. Andererseits sollte man aus meiner Sicht von Anfang an auch feste Zeiten für erholsame Aktivitäten einplanen. Generell sollte außerdem der Lernprozess während des Studiums nicht unterschätzt werden. Im ersten Semester kann und soll noch nicht alles perfekt laufen.  

 

Stefan L.:

Man sollte sich vorab gründlich mit der Materie beschäftigen. Das Fach Volkswirtschaftslehre ist bisweilen sehr theoretisch und mathematisch, zudem stellt die Universität Mannheim hohe Anforderungen. Ohne die Bereitschaft zu intensiver Arbeit und einem starken volkswirtschaftlichen Interesse ist das Studium nicht zu meistern.

Im Studium selbst sollte man nicht den Weg des geringsten Widerstands gehen, sondern den eigenen Interessen und Zielen folgen.

 

Uwe T.:

Studienanfänger sollten sich überlegen, ob sie ein Beifach belegen möchten. Ein Beifach kann das Studium der VWL enorm bereichern und ergänzen.

 

Philipp K.:

Regelmäßig zu arbeiten, um beim aktuellen Stoff dranzubleiben, erhöht gleichzeitig spürbar die Motivation, tiefer in Stoff einzutauchen. Die Fächer bauen in der Regel aufeinander auf, sodass sich anfängliche Investitionen nicht nur im ersten Semester auszahlen. Wichtig erscheint es mir, sich während des Studiums mit Dingen auseinanderzusetzen, die über den rein im Unterricht behandelten Stoff hinausgehen; sei dies in VWL oder in anderen Bereichen. Eigene Projekte verfolgen und während des Studiums rechtzeitig an die weitere akademische und berufliche Entwicklung zu denken und sich zu informieren erscheint mir ebenfalls relevant.

 

Anna H.:

Vor allem zu Beginn des ersten Semesters empfehle ich, an den Einführungsveranstaltungen rund um die Uni und insbesondere auch an den verschiedenen Angeboten der Fachschaft teilzunehmen. Hier gibt es neben nützlichen Infos auch gleich die Gelegenheit, weitere „(VWL-)Erstis“ kennenzulernen.

Im Laufe der Studienzeit ist es sicherlich vorteilhaft, ein Praktikum (oder mehrere Praktika) zu machen. Dies ermöglicht u.a. den Einblick in mögliche spätere Tätigkeitsfelder.

 

S. V.:

Mein Tipp ist es sich von einzelnen Misserfolgen in Klausuren nicht entmutigen zu lassen und viel Spaß am Studienfach Volkswirtschaftslehre zu haben.

 

T. B.:

Genießt eure Studienzeit, nehmt das Studium nicht zu ernst und engagiert euch in den Studenteninitiativen!

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Wie hat Ihnen das studentische Leben in Mannheim gefallen?

Uwe T.:

Typisch für das Mannheimer Studentenleben sind WG-Parties. Die kurzen Wege in Mannheim erleichtern es darüber hinaus, sich auch kurzfristig auf ein Bier zu verabreden. Mir hat diese Art des Feierns sehr gut gefallen. Die allwöchentlichen Schneckenhofparties auf dem Unigelände sind einen Versuch wert – auch wenn man nach einigen Besuchen die Musiktitel mitsingen kann. Dem kulturbegeisterten Studenten bieten sich in Mannheim darüber hinaus mit dem Nationaltheater und der Alten Feuerwache zwei interessante Veranstaltungsorte. Insgesamt habe ich mich in Mannheim sehr wohl gefühlt.

 

T. B.:

Ich fand die Atmosphäre unter den Studenten toll. Die Stadt ist nicht sehr groß, was ich aber eher vorteilhaft fand, weil sich dadurch nicht alles so stark verläuft. Ich werde mich noch lange an mein Erstsemesterwochenende, an die vielen Partys im Schneckenhof oder ans Grillen am Rhein erinnern.

 

Stefan L.:

Mannheim zählt laut einem Ranking der Wirtschaftswoche zu den Top Ten unter Deutschlands Städten. Das bestätigt sich bei einem sommerlichen Grillabend am Rhein, einem Besuch der vielen Bars oder der Erkundung des sehr reizvollen Umfelds mit Städten wie Heidelberg oder Speyer. Rückblickend hatte ich in Mannheim nicht nur eine sehr lehrreiche, sondern auch eine sehr unterhaltsame Zeit.

 

Anna H.:

Mir hat das studentische Leben sehr gut gefallen, auch wegen der Vielfältigkeit. Studentenpartys, Konzerte, Theater, etc. ... da ist für jeden Geschmack etwas Passendes dabei.

Gerade für die spontane Abendplanung mit Freunden ist Mannheim auf Grund der meist kurzen Wege sehr vorteilhaft.

 

Philippp K.:

Mannheim ist keine sonderlich schöne Stadt, aber es gibt einige praktische Vorzüge, derer man sich häufig erst dann bewusst wird, wenn man erst mal woanders studiert. Dazu zählen u.a. die zentrale Lage der Uni, die kurzen Wege im Zentrum, die Rheinwiesen und die Lebenshaltungskosten. Da alles relativ nah beieinander liegt, kann man sich problemlos mal treffen.

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Welche Pläne haben Sie nach Ihrem erfolgreichen Abschluss?

Jan M.:

Die Ausbildung in VWL bildet eine ausgezeichnete Grundlage für einen aufbauenden Master-Studiengang. Ich bin zurzeit im Mannheimer VWL-Master eingeschrieben, der noch weiter die theoretischen Grundlagen vertieft und mich hoffentlich in Richtung einer Promotion führen wird. Mit der guten Reputation der Mannheimer VWL-Abteilung im Rücken bieten sich für Bachelor-Absolventen auch im Ausland vielfältige Möglichkeiten das VWL-Studium fortzusetzen. Daher sollte die im Vergleich zum Bachelor geringere Studentenzahl des Masters niemanden abschrecken; der Mannheimer Bachelor bietet eine breite Palette an akademischen und professionellen Perspektiven.

 

Phiipp K.:

Ich studiere im Masterprogramm „Quantitative Economics and Finance“ an der HEC Paris und der Ecole Polytéchnique in Frankreich.

 

Stefan L.:

Direkt nach meinem Abschluss konnte ich für ein halbes Jahr in München bei der BMW Group interessante Erfahrungen aus der beruflichen Praxis sammeln. Seit September 2009 studiere ich an der Universität St.Gallen und arbeite parallel dazu am Swiss Institute for Empirical Economic Research.

 

S. V.:

Weiterführendes Master-Studium.

 

Uwe T.:

Ich setze mein Studium im Grenzbereich von VWL und Soziologie im Ausland weiter fort.

 

T. B.:

Ich habe meinen Bachelor dieses Jahr im Sommer abgeschlossen und direkt im Anschluss mit einem Master in Economics an der University of Cambridge (UK) angefangen. Ich plane im Folgenden meinen PhD zu machen, möglicherweise im Bereich der angewandten Ökonometrie. Längerfristig möchte ich in der volkswirtschaftlichen Abteilung einer internationalen Organisation arbeiten.

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Created by Th. Lindenbauer, Anna Eißfeller und Sarah Hildebrand